Werder l Nach dem Besitzerwechsel der Stadtvilla in der Mittelstraße 12 und dem Verkauf der Villa Hubbe in der Mittelstraße 13-14 hat die nächste Villa auf dem Werder den Besitzer gewechselt. Das Zweifrontengrundstück in der Mittelstraße 21/Gartenstraße 34 mit Stadtvilla und Einfamilienhaus wurde am vergangenen Wochenende auf der Auktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG in Berlin versteigert. Das Gebäude gehörte bis zum vergangenen Wochenende noch dem Land Sachsen-Anhalt und wurde bis September 2003 durch das Landeskriminalamt genutzt.

98000 Euro wurden als Mindestgebot vom Auktionshaus festgelegt. Schließlich zahlte der Meistbietende 128 000 Euro und schlug damit wahrscheinlich ein Schnäppchen, denn laut Verkaufsexposé des Auktionshauses soll der Verkehrswert des Objektes bei 160 000 Euro liegen.

Das in der Gartenstraße gelegene Einfamilienhaus, welches ca. 1863 erbaut wurde, verfügt über ein teilweise als Fachwerk ausgeführtes Obergeschoss. Das Gebäude scheint jedoch auf den ersten Blick erhebliche Vandalismus- und Nässeschäden aufzuweisen. Insgesamt sind entsprechend der künftigen Nutzung an den Gebäuden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in unterschiedlichem Umfang erforderlich, verrät das Exposé des Auktionshauses. Die zum Objekt zugehörige Stadtvilla soll ca. 1900 erbaut worden sein. Es sollen sich noch Ausbaureserven im Dachgeschoss befinden. Laut Flächennutzungsplan der Stadt Magdeburg ist das Grundstück als Wohnbaufläche gekennzeichnet. Eine Bauvoranfrage sei jedoch erforderlich.

Insgesamt hat das Objekt eine Größe von ca. 970 Quadratmeter und eine Wohnfläche von rund 365 Quadratmeter. Mit einem Handzettel im A4-Format im Fenster der Villa wurde auf die Versteigerung des Grundstückes in Berlin aufmerksam gemacht.

Das Zweifrontengrundstück ist nicht das einzige Objekt, das auf dem Werder veräußert werden sollte. Auch das Mehrfamilienhaus in der Gartenstraße 10 wird derzeit zum Verkauf angeboten.

Auf der Auktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG vom 8. bis 10. Dezember wurden 130 Immobilien in Deutschland im Gegenwert von rund neun Millionen Euro versteigert.

Bilder