Magdeburg/Halle (es/dpa) l Der Widerstand gegen die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich wächst weiter. Ein am Sonnabend gegründetes landesweites Bündnis aus Hochschulgruppen, Studenten- und Personalvertreten sowie Gewerkschaft ruft zu einer Großdemonstration am Dienstag in Halle auf. Es werden mehrere tausend Teilnehmer erwartet.

Zudem setzen sich in einer Petition "Halle bleibt! Für den Erhalt einer leistungsfähigen Universität und der Universitätsmedizin Halle" bereits mehr als 10500 Menschen für den Erhalt des Universitätsklinikums in Halle ein. Im Zuge der Kürzungspläne für den Landeshaushalt ist dessen Fortbestehen in die Diskussion geraten.

Währenddessen kommt Widerstand gegen die geplanten Kürzungen sogar aus den Reihen der Koalitionsparteien im Land. Der Arbeitnehmerflügel der SPD (AfA) hat sich gegen die pauschalen Kürzungspläne bei den Hochschulfinanzen im Land ausgesprochen. "Sie sind für die wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Entwicklung unseres Landes kontraproduktiv", erklärte AfA-Landesvorsitzender Andreas Steppuhn am Sonntag. Per "Rasenmähermethode" zu kürzen, passe nicht zur Fachkräfte-Kampagne des Landes. Steppuhn ist auch arbeitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Die Landesregierung plant, das Budget der Hochschulen ab 2015 schrittweise um insgesamt 50 Millionen Euro abzuschmelzen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte vor anderthalb Wochen die bisherige Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) entlassen, nachdem sie den geplanten Sparkurs kritisiert hatte.