Bombeck (hi) l Auf die Wohnhäuser zweier Geschäftsleute in Bombeck (Altmarkkreis Salzwedel) und in der niedersächsischen Gemeinde Suderburg sind gestern Nacht Brandanschläge verübt worden. Beide haben zeitweise die Geschicke des Salzwedeler Badherstellers Deba gelenkt. Dabei soll es Spannungen, Entlassungen und Wettstreit um die Firma gegeben haben.

Gegen Mitternacht verfehlte ein Molotow-Cocktail zunächst offenbar nur knapp das Wohnhaus von Hans-Hermann Brünjes in Reber nahe Uelzen. Knapp eineinhalb Stunden später ist im Salzwedeler Ortsteil Bombeck ein Brandsatz durch ein Fenster in die Scheune von Reinhard Dehncke geschleudert worden. Die Ortsfeuerwehren Bombeck, Osterwohle und Salzwedel rückten aus. Bis zum Eintreffen der Brandbekämpfer war das Feuer aber bereits gelöscht.

Nach Volksstimme-Recherchen sind die Anschläge Teil einer Serie. Wohnhäuser, aber auch ein Betriebsfahrzeug von Dehncke - einst Geschäftsführer, jetzt Gesellschafter des Badherstellers - sind bereits viermal zur Zielscheibe geworden. Der Uelzener Geschäftsmann ist mit der gestrigen Tat bereits dreimal ins Visier geraten. "Wenn der richtige Raum getroffen worden wäre, wäre das Haus abgefackelt", kommentierte Reinhard Dehncke den Vorfall. Er sieht eine Verbindung zum Unternehmen. "Wir waren beide Geschäftsführer", berichtete der Unternehmer, der gestern 10000 Euro Belohnung aussetzte. Am 1. Dezember 2010 (Tag der Übernahme) habe es ebenfalls eine solche Tat gegeben. An dem Tag sei ein Brandsatz auf ein Fenster des in den 1930er Jahren erbauten Hauses von Brünjes geschleudert worden, berichtete Dehncke. Hinter der verglasten Scheibe habe dessen Mutter (87) geschlafen. "Ich kann mir das nicht erklären", berichtete Hans-Hermann Brünjes. "Da muss Starkes vorgefallen sein."

Wegen des Vorfalls in Bombeck ermittelt die Kripo in alle Richtungen. Die Uelzener Polizei wollte den Fall weder bestätigen noch dementieren.

Hinweise unter Telefon (03901) 8480.