Eine Gruppe Touristen kämpft sich auf dem Brocken durch Eis und Nebel. Weiße Weihnachten erlebte in Sachsen-Anhalt dieses Mal nur der Oberharz - allerdings war die Lage alles andere als romantisch. Auf dem 1142 Meter hohen Harzgipfel fielen am Heiligen Abend bei 3 Grad Minus zwar nochmal acht Zentimeter Neuschnee, allerdings fegte der Wind mit Stärke 11 über den Berg. Danach erreichte milde Luft selbst die höchsten Höhen und ließ die Schneedecke auf 1,10 Meter zusammensacken. Im Wintersportort Schierke liegen noch 30 Zentimeter, allerdings ist der Schnee matschig. "Frühestens ab Donnerstag rechnen wir mit Neuschnee", sagt Marc Kinkeldey von der Wetterstation auf dem Brocken. Im Flachland blieb es wie vorhergesagt grau. Am Heiligen Abend war es in Magdeburg knapp 5 Grad warm - vor einem Jahr maß die Wetterstation 2 Grad minus und 13 Zentimeter Schnee. "Auch in den nächsten Tagen ist kein Winter in Sicht" meint Mario Brych von der Magdeburger Station.Foto: dpa