Eiskaltes Comeback: Schnee und Eis legen Flughäfen lahm, Schnellzüge der Bahn dürfen maximal 160 fahren und auf Autobahnen gab es erhebliche Probleme.

Berlin (dpa). Das Winterwetter sorgt weiter für Probleme auf Straßen, Schienen und im Flugverkehr. Besonders betroffen war ein Streifen vom Saarland über Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordbayern, Thüringen und Sachsen. Deutschlands größter Airport in Frankfurt am Main musste in der Nacht zum Donnerstag vier Stunden lang schließen. Mehr als 2000 Passagiere verbrachten die Nacht in den Terminals. Fast 1000 strandeten nach Umleitungen auf dem Flughafen in Hannover-Langenhagen. Auch die Berliner Flughäfen waren betroffen.

Die Flugzeuge hätten auf den schneebedeckten Landebahnen nicht bremsen können, zudem war die Sicht beeinträchtigt. Ein mit 11 000 Fans ausver-kauftes Konzert der Sängerin Shakira in der Frankfurter Festhalle fiel aus, weil die Künstlerin in Paris festsaß.

Bei der Bahn sorgte der Schnee ebenfalls für Probleme. Die Züge im Fernverkehr durften aus Sicherheitsgründen nicht schneller als 160 Stundenkilometer fahren. Für Autofahrer hieß es oft: kein Durchkommen. Die Polizeibehörden berichteten von etlichen Lastwagen, die auf Autobahnen und Bundesstraßen liegengeblieben waren. In Hessen und Thüringen versorgten Feuerwehrleute steckengebliebene Autofahrer auf Autobahnen in der Nacht zu Donnerstag mit Essen und Getränken. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei von Mittwochmittag bis zum frühen Donnerstagmorgen mehr als 800 witterungsbedingte Unfälle, wie die Landesleitstelle in Duisburg mitteilte. 11 Menschen wurden schwer und 60 leicht verletzt.

Regen, Schnee und Temperaturen unter null führten auch in Sachsen zu Behinderungen auf den Autobahnen. In Leipzig fiel die Tram total aus, was tausende Pendler frustrierte.

   

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