Eine winzige Ameise wirkt in ihrer 40-fachen Vergrößerung wie ein Monster, eine invasive Krebszelle erscheint unter dem Mikroskop wie ein Kunstobjekt. Eine faszinierende Sichtweise auf wissenschaftliche Phänomene offenbart der Wettbewerb "Bilder der Forschung", dessen Sieger heute ausgezeichnet werden.

Berlin (kc). Wie lässt sich die Faszination von Wissenschaft anschaulich dokumentieren? Auf der Suche nach einer Antwort haben sich 90 Fotografen aus über 15 Ländern am Wettbewerb "Bilder der Forschung" 2010 beteiligt. Er wird bereits zum sechsten Mal vom Magazin Focus und dem Verband der forschenden Pharma-Unternehmen ausgeschrieben. Aus den 400 eingesandten Bildern kürte die Jury nun die Sieger in zwei Kategorien. Sie teilen sich den mit 20000 Euro dotierten Preis, der heute in Berlin verliehen wird.

In der Kategorie "Faszination Forschung" gewann der Schweizer Fotograf Martin Oeggerli. Sein Bild "Was macht den Krebs zum Krebs" zeigt eine invasive Krebszelle, die häufig Metastasen im Knochenmark bildet. In der Kategorie "Gesichter der Forschung" wählte die Jury den Dresdner Fotografen Jürgen Lösel. Sein Foto "Im Affenhaus" zeigt einen Evolutionsforscher vor der Schimpansenanlage des Leipziger Zoos. Zur Wettbewerbsjury gehörten Journalisten, Fotografen und Wissenschaftler.

Leser von "Focus Online" wählten das Foto "Moderner Küstenschutz" zu ihrem Lieblingsbild. Es greift spielerisch das Thema Geokunststoffe auf, indem es Menschen als sandgefüllte Säcke aus diesen Kunststoffen für den modernen Küstenschutz abbildet.

 

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