Aufgespießt Airport BER legt Amtsgericht lahm
Frustrierte Richter ertrinken in Flut von Fluggastklagen.

Immer wieder sorgt der Flughafen BER bei Passagieren für Unmut. Die Anlässe sind vielfältig: Verspätungen, ewige Wartezeiten, Streik beim Sicherheitspersonal, fehlgeleitetes Gepäck. Nach einem geheimen Prinzip trifft es so gut wie jeden mal. So verteilt sich der Ärger wenigstens.
Besonders hart, fanden die Kollegen vom „Tagesspiegel“ heraus, trifft es jedoch die Richter am Amtsgericht Königs Wusterhausen. In dessen regionalem Zuständigkeitsbereich liegt nämlich der BER inklusive seines kompletten Frust-Potenzials.
Das Amtsgericht ertrinkt aktuell in einer Flut von zigtausend Fluggastklagen. Mittlerweile sind es schon 30 Vollzeitrichter, die sich nahezu ausschließlich im Akkord mit nichts anderem befassen müssen, tagein, tagaus. Personal aufstocken geht kaum noch, das System gerät längst an seine Grenzen.
Einzige Chance für ein bisschen Entlastung: Wenn künftig bis auf Ausnahmen alles glatt und klaglos funktioniert am Hauptstadt-Airport. Aber dafür ist der offensichtlich gar nicht ausgelegt. Wenig ermutigende Erkenntnis an dieser Stelle: Manche Dinge ändern sich erst, wenn die Erde eine Scheibe ist.