Aufgespießt

Das teuerste Spiel ihres Lebens

Wie Mädchen einen Schaden von mindestens 60000 Euro angerichtet haben

Von Siegfried Denzel
Bislang sind der Polizei 33 zerkratzte Autos bekannt; den Schaden geben die Beamten mit mindestens 60 000 Euro an.
Bislang sind der Polizei 33 zerkratzte Autos bekannt; den Schaden geben die Beamten mit mindestens 60 000 Euro an. Foto: dpa

Mutti, Mutti, es hat richtig schön geknarzt – und es hat sooo viel Spaß gemacht!“ Ob eines der drei beteiligten Mädchen zu Hause mit genau diesen Worten von seinem Abenteuer erzählt hat, steht zwar nicht im Polizeibericht.

Doch Mutti war gar nicht entzückt, was ihre Tochter da zum Besten gab: Sie alarmierte die Polizei! Im beschaulichen Linnich im Landkreis Düren haben sich die drei Neun- beziehungsweise Zehnjährigen als die bislang schlimmsten Auto-Vandalen in dem 13000-Einwohner-Städtchens erwiesen. Und die Beamten sind unsicher, ob die Spur der Steine nicht noch viel länger ist.

Denn die drei Mädchen hatten sich Steine gesucht und „Auto zerkratzen“ gespielt. Der Polizei sind aktuell 33 demolierte Autos bekannt. Und ein Schaden von 60000 Euro. Mindestens. Wer die zahlen muss, ist zwar unklar, weil die Mädchen strafunmündig sind. Aber nur mal so über den Daumen gepeilt: Wenn jedes der drei pro Woche zehn Euro Taschengeld bekommt und damit den Schaden abzahlen würde, wären sie schon in 2000 Wochen damit fertig – rechtzeitig vor ihrem 50. Geburtstag.