Aufgespießt Die Geister-Sirenen von Halle und Querfurt
Alarmstufe laut - jetzt soll das Landeskriminalamt nach den Schuldigen suchen.

Das Positive vorweg: Sowohl in Halle als auch in Querfurt funktionieren die Sirenen. Die Einwohner können sicher sein: Wenn Gefahr droht, ist das unüberhörbar.
Was aber hier wie dort nervt, ist Alarm ohne Gefahr. Vor gut einer Woche gingen alle Sirenen in Halle los und sorgten für infernalischen Lärm. Und wie’s so ist im Leben: Nachher wollte es mal wieder keiner gewesen sein. Weder die Stadt noch das Land oder der Bund haben den Alarm ausgelöst...
Im Rathaus kam schnell ein Verdacht auf: Da hat sich wohl ein Hacker im System breitgemacht. So plötzlich wie die Sirenen aufgeheult haben, so plötzlich verstummten sie nach einiger Zeit – bis am Freitagabend nun Querfurt im Saalekreis mit Alarm und Lautsprecherdurchsagen dran war.
Und auch in Querfurt hat niemand vor Ort auf den Alarmknopf gedrückt – wohl aber per Whatsapp-Nachricht zu beruhigen versucht: „Bei den Lautsprecherdurchsagen in der Kernstadt handelte es sich um eine Fehlalarmierung.“ Jetzt soll das Landeskriminalamt die Verursacher aufspüren. Auf dass Sirenen nur dann rumlärmen, wenn’s wirklich gefährlich ist! Ein Hackerangriff gehört noch nicht in diese Gefahrenkategorie.