Aufgespießt

Jetzt auch noch ein „Coronasutra“

Das Gesundheitsministerium von Thailand hat neun coronagerechte Sex-Empfehlungen für Liebespaar veröffentlicht

Von Oliver Schlicht
So nicht! Hier wird alles verkehrt gemacht.  Gesicht an Gesicht ist verboten, und die Masken fehlen. Händekontakt ist auch schlecht.
So nicht! Hier wird alles verkehrt gemacht. Gesicht an Gesicht ist verboten, und die Masken fehlen. Händekontakt ist auch schlecht. Foto: dpa

Die deutsche Regierung steht ja seit Beginn der Coronakrise fest an der Seite der Bevölkerung. Sie gibt den Menschen Zuversicht und Orientierung. Auch bei ganz praktischen Dingen wie Händewaschen. Die Regierung von Thailand geht nun einen Schritt weiter. Sie hilft bis in die Intimzone Schlafzimmer.

Neun Empfehlungen hat das Gesundheitsministerium von Thailand veröffentlicht, die Paaren und frisch Verliebten als Leitlinie für den Geschlechtsverkehr in Coronazeiten dienen sollen. Danach ist Küssen ebenso wenig erlaubt wie das zarte Spiel mit Körperöffnungen, die dafür streng anatomisch nicht vorgesehen sind. Auch sollte sich die Paarung auf zwei Beteiligte beschränken und Stellungen bevorzugen, bei denen sich nicht ins Gesicht geguckt wird. Grundsätzlich sei es gut, den Körperkontakt zeitlich auf ein Mindestmaß zu beschränken. Als Schutz werden Masken, Kondome und etwas aus Latex empfohlen, dessen nähere Erläuterung sich an dieser Stelle verbietet. In Thailand wurde auch ein „Coronasutra“ veröffentlicht, das alle Spielereien grafisch zeigt, die das Ministerium gut findet.

Vielleicht eine Anregung für Jens Spahn? Nein, doch besser nicht.