Aufgespießt

Laurent und die Karriere-Rakete

Abi mit acht, Uni-Abschluss mit 11 – aber keine Zeit, Kind zu sein

Von Axel Ehrlich
Böse Zungen vermuten die überambitionierten Eltern hinter der Turbo-Karriere des kleinen Laurent.
Böse Zungen vermuten die überambitionierten Eltern hinter der Turbo-Karriere des kleinen Laurent. Foto: dpa

Alle ehrgeizigen Schüler und ihre Eltern werden die Meldung gestern in der Volksstimme mit Interesse gelesen haben: Der elfjährige Laurent Simons aus Antwerpen hat soeben sein Physikstudium abgeschlossen. Mit Auszeichnung. Das komplexe Gebiet der Quantenphysik mit links gewuppt – und das in einem Jahr. Normale Studenten brauchen mindestens drei.

Allerdings war das bereits der zweite Anlauf: Sein erstes Studium, Elektrotechnik, hatte Laurent, der sein Abi bereits mit acht bestanden hatte, kurz vor dem Bachelor-Abschluss abgebrochen – da war er neun. Die Uni-Leitung kam wohl damals mit seiner Lerngeschwindigkeit nicht klar, weshalb es Streit gab. Als Nächstes macht der Bursche seinen Master, dann wird promoviert. Alles nur Durchgangsstationen auf dem Weg zu seinem echten Ziel: Laurent möchte künstliche Organe entwickeln, die Leben verlängern können.

Na, ihr langsamen Freunde aus Sachsen-Anhalt, da könnt Ihr wohl nicht mithalten. Okay, in mindestens einer Disziplin seid Ihr Turbo-Laurent sicherlich weit voraus: Einfach mal in Ruhe Kind sein. Mit richtigen Sommerferien und so.