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Aufgespießt Messer und Gabel im Bermudadreieck

Warum so viele Besteck-Teile einfach verschwinden.

Von Axel Ehrlich 27.02.2026, 14:57
Noch alle Messer im Schrank?
Noch alle Messer im Schrank? Foto: KNA

Der Trend geht seit Längerem weg vom Einweg-Besteck. Auch wenn es längst umweltfreundliche Alternativen zur Plastik-Variante gibt: Holz, Bambus undsoweiter. Doof nur, wenn das erheblich teurere Mehrwehbesteck, meist aus Edelstahl, auch nur im Einweg-Verfahren benutzt wird.

Im zumindest behauptetermaßen umweltbewussten Hochschul-Kosmos scheint das ein ernstes Problem zu sein. Beispiel: Die niederbayerischen und oberpfälzischen Mensen mussten zwischen 2023 und 2025 mehr als 50.000 Besteckteile nachbestellen. Pro Jahr fiel allein dafür ein hoher vierstelliger bis niedriger fünfstelliger Betrag an.

In Augsburg verschwinden pro Jahr unter anderem rund 4000 Besteckteile und 3400 Kaffeetassen. Jährliche Kosten: rund 10.000 Euro. Das Geld wird dann, klar, auf die Essenpreise umgelegt. Und was ist jetzt mit Messer, Gabel und Co.? Finden sich in Studi-WGs oder komplett herrenlos einfach irgendwo draußen auf dem Uni-Campus, wo immer das Mensa-Essen verspeist wurde.

Zumindest, hier nochmal der Umwelt-Aspekt, mussten keine Bäume oder Bambus-Gebüsche sterben.