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Aufgespießt Vorsicht, fliegender Nadelbaum

Das Risiko, von einem Nordmann-Geschoss getroffen zu werden sinkt demnächst rasant.

Von Axel Ehrlich 08.01.2026, 15:27
Abflug, Knut!
Abflug, Knut! Foto: Imago

Die Risiken im Alltag sind nie gleich verteilt, zeitlich und örtlich gesehen. Im Sommer wird man, rein statistisch, eher mal vom Blitz getroffen, als im Januar. Jetzt hingegen lauern Glatteis, Beinbruch, das ganze Winter-Paket.

Eher in Wohngebieten mit Mehrgeschoss-Bauweise ist aktuell zudem die Knut-Gefahr besonders hoch. Sie wissen schon, der angeblich aus Schweden stammende Volksbrauch, den nicht mehr benötigten Weihnachtsbaum von möglichst weit oben in möglichst hohem Bogen aus dem Fenster zu pfeffern. Unerheblich, ob noch mit Kugeln und Lametta oder doch schon ohne.

Immer wieder entgehen arglose Passanten gerade so der todbringenden Flug-Fichte, Kiefern-Keule, Lärchen-Lanze aus dem vierten Stock, die urplötzlich direkt neben ihnen im schneebedeckten Bürgersteig-Begleitgrün einschlägt. Manch einer soll auch schon von einem nadeligen Nordmann-Geschoss niedergestreckt worden sein. Was an all dem jetzt gut sein soll? Mindestens die Tatsache, dass die Luft bis zum Jahreswechsel erheblich weniger nadelbaumhaltig sein wird. Traditionen sind eben etwas Wertvolles – und Verlässliches.