Aufgespießt

Weltrekord aus Sand gebaut

Nach ihrem Pech bei der Fußball-EM räumen die Dänen in einer anderen Disziplin ab

Von Axel Ehrlich
Mit diesem Prunkbau waren sie der Konkurrenz haushoch überlegen. Eines muss man Dänen lassen: Sandburg können sie.
Mit diesem Prunkbau waren sie der Konkurrenz haushoch überlegen. Eines muss man Dänen lassen: Sandburg können sie. Foto: AFP

Bei der Fußball-EM sind die Dänen leider raus. Dafür sind sie in einer anderen Disziplin ganz weit vorn bzw. oben. Die Dänen sind – amtierender Weltmeister im Sandburgbauen.

Am Strand des Nordseebades Blokhus steht die höchste Sandburg der Welt – 21,16 Meter. Zum Vergleich: Die Bögen der Magdeburger Sternbrücke schaffen gerade 20 Meter. Mit dem aus 4860 Tonnen Sand (Bauherren wissen, das sind etwa 32000 Schubkarren voll) errichteten Mega-Bauwerk stießen die baufreudigen Dänen Deutschland vom Weltmeister-Thron. Bislang stand die höchste Sandburg der Welt in Binz auf Rügen. Mit vergleichsweise mickrigen 17,66 Metern. Im Unterschied zur herkömmlichen Familienstrandurlaubssandburg wird das Dänen-Gerät von einem Holzgerüst gestützt, der Sand wurde zwecks besserer Haltbarkeit mit Lehm vermischt und am Ende lackiert.

Die Rekord-Burg ist verziert mit Wellen, Leuchttürmen – und einem überdimensionalen Corona-Virus. Was man halt so baut. Spätestens im Frühjahr haben Wind und Wellen alles wieder platt gemacht.

Hoffentlich gilt das auch für das Corona-Virus. Aus Sand und in echt.