Aufgespießt

Wie ein Neunjähriger Polizist wurde

Grundschüler bewirbt sich mit handschriftlichem Zettel – und überzeugt sogar den Minister

Von Siegfried Denzel
Mit dieser Bewerbung hat Almin sogar Saarlands Innenminister Klaus Bouillon überzeugt.
Mit dieser Bewerbung hat Almin sogar Saarlands Innenminister Klaus Bouillon überzeugt. Foto: Polizei Saarland/Facebook

Ganz schön selbstbewusst, der kleine Almin aus Saarbrücken. Da zählt der Grundschüler gerade mal neun Lenze – und hat für sich beschlossen: Genug gelernt, ich gehe jetzt zur Polizei!

Die braucht schließlich seine Hilfe. Sein Vater hatte ihm wohl nicht zufällig erzählt, dass die Saar-Polizei Berufsnachwuchs braucht. Womit der Mann seinen Filius zum Aufpassen im Unterricht motivieren wollte (damit’s später für die Polizei reicht), hat der aufgeweckte Junge als dringenden Hilferuf der Ordnungshüter an alle verfügbaren Kräfte verstanden.

Und wirklich: Kaum hatte Almin seine Bewerbung abgeschickt, kam schon die Einladung zum Vorstellungsgespräch – und zwar nicht bei irgendeinem subalternen Einstellungsberater, sondern bei Innenminister Klaus Bouillon persönlich. Der zeigte sich beeindruckt: „Jüngster Nachwuchspolizist im Saarland ernannt!“, machte er nach dem Treffen seine Neuverpflichtung bei Facebook bekannt. Kleines Aber: Richtig schwere Jungs darf Almin noch nicht jagen – vorerst muss er weiter zur Schule. Präziser: Er ist als Polizist nun auf dienstlicher Fortbildung.