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Zugverkehr Bahn-Tochter Start soll übernommen werden

Die Bahn zieht Konsequenzen aus den anhaltenden Problemen bei Zugbetreiber Start: Die Tochter soll aufgelöst und in DB Regio integriert werden. Für Fahrgäste soll sich zunächst nichts ändern.

Von dpa 21.01.2026, 19:56
Die Bahn-Tochter Start Mitteldeutschland soll in DB Regio integriert werden (Archivbild)
Die Bahn-Tochter Start Mitteldeutschland soll in DB Regio integriert werden (Archivbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Halle - Die Bahn-Tochter Start Mitteldeutschland soll aufgelöst und in die DB Regio integriert werden. „Die betriebenen Verkehre sollen dadurch stabiler, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger werden“, sagte ein Bahnsprecher. Über die Übernahme des pannenträchtigen Zugbetreibers hatte zuvor die Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstagsausgabe) berichtet. 

Der Vorstand der DB Regio habe die Entscheidung bereits am Dienstag in einer Vorstandssitzung getroffen, hieß es. Angestrebt werde eine vollständige Verschmelzung bis zum 1. August 2026. „Bis dahin läuft der Betrieb weiter unter der Marke start.“ Bestehende Verkehrsverträge würden von der DB Regio AG übernommen und weitergeführt.

Von außen kaum Veränderungen – vorerst

Für Fahrgäste ändere sich zunächst nichts: „Züge fahren weiter, Leistungen bleiben bestehen, erfahrene Mitarbeitende sind weiterhin im Einsatz“, so der Sprecher. Gleichzeitig nutze man die Integration, „um den Betrieb weiter zu stabilisieren“. Nach und nach könnten Fahrgäste auch „Mitarbeitende in DB-Unternehmensbekleidung in den start-Zügen sehen“. Ab August 2026 liefen die Verkehre dann einheitlich unter dem Namen von DB Regio.

„Mitarbeitende der regionalen Geschäftseinheiten der start GmbH werden 1:1 durch die jeweiligen Bereiche der DB Regio AG übernommen“, erklärte der Sprecher weiter. 

Ersatzfahrplan als Rettungsanker

Nach Angaben der Bahn ist in Sachsen-Anhalt derzeit ein Ersatzfahrplan in Kraft. „Damit fahren wir ein reduziertes, aber stabiles und verlässliches Angebot“, sagte der Sprecher. Zudem würden mit zusätzlichen Fahrzeugen Lücken ausgeglichen, „die es bei den vorhandenen und störanfälligen Zügen gibt“. Die Zahl der ungeplanten Ausfallkilometer wegen nicht einsatzfähiger Fahrzeuge sei „deutlich zurückgegangen“.

Im vergangenen Jahr hatte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) die Lage bei Start angesichts zahlreicher Ausfälle und Verspätungen als „sehr kritisch“ bezeichnet. Start hatte damals Fahrgäste wegen Einschränkungen im Betrieb um Verständnis gebeten und dies unter anderem mit Personalmangel begründet.