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Deutsche Bahn Bau des ICE-Instandhaltungswerks in Cottbus im Schlussspurt

In Cottbus sollen künftig ICE in großem Stil gewartet werden. Die Bauarbeiten für die dafür notwendige Halle schreiten voran. Die Bahn zeigt sich stolz auf den Fortschritt.

Von dpa Aktualisiert: 25.02.2026, 14:23
In Cottbus entsteht ein großes ICE-Instandhaltungswerk.
In Cottbus entsteht ein großes ICE-Instandhaltungswerk. Patrick Pleul/dpa

Cottbus - Der Bau des neuen ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn in Cottbus geht auf die Zielgerade. „Es beginnen die letzten zwölf Monate der Bauzeit“, sagte Gesamtprojektleiter Carsten Burmeister bei einem Rundgang auf dem Gelände. „Wir werden die Halle planmäßig fertigstellen.“ Ab Februar 2027 soll in dem Werk Fernzüge vom Typ ICE 4 gewartet werden. 

Bahn: Cottbus geeigneter Standort

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am größten und modernsten ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Deutschland sei man sehr stolz, ergänzte Burmeister. Eine erste Halle wurde bereits eröffnet. Die zweite Halle folgt dann Anfang kommenden Jahres. Dann sollen in der Spitze rund 1.200 Menschen am Standort arbeiten. Das Werk profitiere vom guten Arbeitsmarkt der Region, freien Flächen und dem Strukturwandel der Kohleregion.

Dass der Zeitplan so gut eingehalten werde, liege auch an einem gemeinsamen Vertrag von Planern und ausführenden Bauunternehmen. Der sogenannte Allianzvertrag sorge für bessere Abstimmung und einem Ablauf aus einem Guss, betonte Burmeister. Das Werk kostet laut Bahn etwa eine Milliarde Euro.

ICE kommen für wochenlange Instandhaltung nach Cottbus

In der noch fertigzustellenden Halle soll 2027 die umfangreichere der beiden schweren Instandhaltungsstufen für den ICE 4 - die sogenannte IS 700 - vorgenommen werden. Diese umfasst nach Bahnangaben unter anderem Türen, Kupplungen, Stromabnehmer und Bremsen. Mit einer Länge von 526 Metern und einer Breite von 200 Metern können die ICE „in Gänze“ in die Halle einrollen, erklärte Burmeister.

Anders als bei der kleineren Instandhaltungsstufe (IS 600) würden die Wagen dann auseinander gekoppelt. Unter anderem würde auch die Klimaanlage ausgetauscht. Nach rund 3,3 Millionen Kilometern findet in der Regel die IS 700 statt. Dann werden auch die Wagen nach Bahnangaben neu lackiert. 

In der bereits eröffneten Halle werden schon seit Jahresanfang 2025 die ICE-4-Züge gemäß IS 600 - also der leichteren Instandhaltungsstufe - gewartet. Die IS 600 findet nach etwa 1,6 Millionen gefahrenen Kilometern statt.

„Künftig kommen alle ICE 4 der DB für ihre großen Checks nach Cottbus, die Instandhaltung hier wird schneller und wirtschaftlicher“, sagte Burmeister. Die IS 700 wird nach Bahn-Angaben in Cottbus rund drei Wochen dauern - halb so lang wie an anderen Standorten. Der ICE 4 ist dem bundeseigenen Konzern zufolge das Rückgrat des DB-Fernverkehrs. Insgesamt sind 137 ICE 4 im Einsatz - mehr als von jedem anderen Zugtyp.