Baupreise in Thüringen Bauen bleibt teuer - Preisanstieg flacht aber ab
Wer in Thüringen neu bauen will, muss weiterhin tiefer in die Tasche greifen. Zwar stiegen die Baupreise auch 2025, doch der starke Kostendruck der vergangenen Jahre ließ spürbar nach.

Erfurt - Der Bau neuer Wohngebäude in Thüringen hat sich im vergangenen Jahr erneut verteuert. Die Baupreise lagen 2025 im Durchschnitt 3,2 Prozent über dem Niveau des Jahres zuvor, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Allerdings habe sich der starke Preisauftrieb der Jahre 2021 bis 2023 inzwischen merklich beruhigt.
Lieferengpässe von Baumaterialien spielten dabei kaum noch eine Rolle. Stattdessen nannten die Betriebe vor allem höhere Lohnkosten, steigende Materialpreise und die aktuelle Marktlage als Gründe für den Preisanstieg, wie es hieß.
Im Rohbau fielen die Preissteigerungen den Angaben nach mit durchschnittlich 1,8 Prozent vergleichsweise moderat aus. Besonders stark verteuerten sich Zimmer- und Holzbauarbeiten mit einem Plus von sechs Prozent. Günstiger wurden hingegen Gerüstarbeiten, die sich im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent verbilligten.
Deutlich stärker stiegen die Preise im Ausbau. Hier mussten Bauherren im Jahresschnitt 4,2 Prozent mehr bezahlen. Vor allem Arbeiten an Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen verteuerten sich spürbar. Auch für die Instandhaltung von Wohngebäuden sowie für Schönheitsreparaturen mussten die Thüringer mehr ausgeben. Moderate Preiszuwächse gab es im Straßen- und Brückenbau.