Familie

Demonstranten: Verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern

Von dpa 16.09.2021, 15:52 • Aktualisiert: 17.09.2021, 19:55
Niedersachsens Frauen- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens spricht auf einer Demo in Hannover.
Niedersachsens Frauen- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens spricht auf einer Demo in Hannover. Moritz Frankenberg/dpa

Hannover - Für eine verlässliche und bessere Finanzierung von Frauenhäusern haben am Donnerstag zahlreiche Menschen vor dem niedersächsischen Landtag demonstriert. Zu der gemeinsamen Kundgebung des Landesfrauenrats in Niedersachsen, der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen sowie von Verbänden und Beratungsstellen kam auch Frauen- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD), um die Forderungen der Demonstrantinnen und Demonstranten entgegenzunehmen.

„Die aktuelle Pandemie hat die Situation der von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen verschlechtert und auch die mediale Aufdeckung der sexualisierten Gewalt an Kindern und Jugendlichen bringt immer wieder neue Betroffene hervor“, sagte Jutta Wienand, Mitarbeiterin der Frauenberatung Neustadt. Die Demonstrantinnen und Demonstranten forderten unter anderem eine Erhöhung der Förderung für Frauenhäuser, eine angemessene Entlohnung der Beschäftigten sowie eine deutliche Erhöhung der Pauschale für Prävention. Fachberatungsstellen sollten zudem mehr Planungssicherheit durch eine nachhaltige und gesetzlich verankerte Finanzierung erhalten.

Aktuell wird die niedersächsische Richtlinie zur Finanzierung von Frauenhäusern und Gewaltberatungsstellen überarbeitet, auch über den Doppelhaushalt 2022/2023 wird beraten. Ministerin Behrens ermutigte die Teilnehmer der Kundgebung dazu, alle Hinweise und Ideen zur Verbesserung der Situation der von gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen im Rahmen der Verbandsbeteiligung zur Richtlinie einzubringen.