Pferdesport

Deutsches Vielseitigkeits-Team in Aachen ohne Chance

Von dpa 18.09.2021, 13:19 • Aktualisiert: 19.09.2021, 22:29
Die Reiterin Ingrid Klimke aus Deutschland auf ihrem Pferd „EQUISTROS SIENA JUST DO IT“ überspringt ein Hindernis.
Die Reiterin Ingrid Klimke aus Deutschland auf ihrem Pferd „EQUISTROS SIENA JUST DO IT“ überspringt ein Hindernis. Rolf Vennenbernd/dpa

Aachen - Die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft hat beim CHIO in Aachen den Heimsieg deutlich verpasst. Die Equipe um die zweimalige Olympiasiegerin Ingrid Klimke aus Münster konnte sich im Geländeritt am Samstag nicht mehr verbessern und wurde Fünfte unter sechs Teams. Schon am Freitag war einer Wiederholung des Erfolgs von 2019 nach der Dressur und dem Springen nicht mehr möglich. Den Sieg sicherte sich das Quartett aus Großbritannien vor den USA und Irland.

In der Einzelwertung lag William Coleman auf Off the Record vorn. Der Amerikaner ist erst der vierte nicht-deutsche Reiter seit 2007, der in Aachen siegte. Zweite wurde Laura Collett auf Dacapo vor ihrer britischen Landsfrau Emilie Chandler mit Gortfadda Diamond. Bester Deutscher war Andreas Ostholt aus Warendorf auf Corvette als Fünfter.

„Man hofft natürlich immer auf ein Superergebnis. Ich weiß aber auch, dass die anderen nicht auf der Brennnesselsuppe daher schwimmen“, meinte er im WDR. Dennoch sah er die Vorstellung mit der 13-jährigen Stute auch als Fingerzeig für die Kader-Besetzung bei künftigen Championaten.

Nach Olympia in Tokio und vor der EM nächste Woche in Avenches waren nicht alle Top-Reiter dabei oder sie brachten nicht ihre Spitzenpferde mit. Zumeist kamen Nachwuchspferde zum Einsatz.

Dies galt auch für Ingrid Klimke, die bei der letzten Ausgabe des CHIO in Aachen 2019 mit ihrem Pferd Hale Bob im Einzel und mit der Mannschaft gewonnen hatte. Mit dem Wallach will sie in Avenches zum dritten Mal nacheinander den EM-Titel holen.

In Aachen war sie mit der erst neun Jahre alten Siena unterwegs. Eine Verweigerung im Gelände verhinderte ein besseres Ergebnis als Rang 33. „Je länger es dauerte, desto sicherer und selbstbewusster wurde sie. Das war richtig klasse“, sagte Klimke dennoch. Um bei einer Siegerehrung dabei zu sein, müsse die Stute „aber noch etwas üben“.