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Wirtschaft Erneut mehr zahlungsunfähige Unternehmen in Niedersachsen

In Niedersachsen steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiter – besonders betroffen sind die Kfz-Branche und das Baugewerbe. Welche Folgen das für Beschäftigte hat.

Von dpa 28.01.2026, 13:02
Ein Antrag auf ein Insolvenzverfahren ist bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu stellen. (Symbolbild)
Ein Antrag auf ein Insolvenzverfahren ist bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu stellen. (Symbolbild) Oliver Berg/dpa

Hannover - Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilte, beantragten 1.910 Unternehmen bei den Amtsgerichten die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das waren 86 Fälle mehr als im Vorjahr – ein Plus von rund fünf Prozent. Im Vorjahr hatte der Anstieg noch deutlich höher gelegen.

Baugewerbe verzeichnet nur noch die zweitmeisten Anträge

Am stärksten betroffen war 2025 der Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ mit 342 Insolvenzen. Damit lag diese Branche vor dem Baugewerbe, das nach einem Rückgang um elf Prozent nur noch auf die zweitmeisten Anträge kam.

Durch die Unternehmensinsolvenzen waren im vergangenen Jahr demnach die Arbeitsplätze von rund 12.500 Beschäftigten bedroht. Das war etwa ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor.

3.200 betroffene Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe

Besonders viele Arbeitsplätze entfielen dabei auf das Verarbeitende Gewerbe mit etwa 3.200 betroffenen Beschäftigten sowie auf das Gesundheits- und Sozialwesen mit rund 2.200. In beiden Bereichen waren im Durchschnitt mehr als 20 Arbeitsplätze je Insolvenz betroffen.

Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm zu. Im Jahr 2025 meldeten 11.165 Privatpersonen Insolvenz an – ein Anstieg um rund sechs Prozent. Die durchschnittliche Schuldenlast lag laut Statistik bei rund 41.300 Euro pro Person.

Insgesamt wurden in Niedersachsen im vergangenen Jahr rund 15.800 Insolvenzverfahren beantragt. Das entspricht einem Zuwachs von gut sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.