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Flugverkehr Es bleibt kalt und glatt - Betrieb am BER normalisiert sich

Nach tagelangem Frost setzt Tauwetter ein. Eis und Glätte bleiben dennoch erhalten - und sorgen vor allem auf Gehwegen noch immer für Probleme. Fluggäste können dagegen aufatmen.

Von dpa Aktualisiert: 07.02.2026, 13:23
Der Park am Schloss Charlottenburg ist geschlossen.
Der Park am Schloss Charlottenburg ist geschlossen. Carsten Koall/dpa

Berlin - Der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER normalisiert sich nach zahlreichen Verspätungen und Ausfällen - doch Glatteis führt in Berlin und Brandenburg weiter zu Problemen. Durch gefrierenden Regen besteht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Tagesverlauf weiter erhöhte Glättegefahr. Zugleich sorgt wegen des Tauwetters tagsüber herabrutschendes Eis von Dächern für weitere Gefahren. 

Parks und Gärten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg bleiben geschlossen. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher könne noch nicht gewährleistet werden, sagte Sprecher Frank Kallensee. Die Wege seien trotz des Tauwetters noch verreist. Deshalb habe man entschieden, alle Liegenschaften weiter geschlossen zu halten. Dazu zählen unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin, Schloss Sanssouci in Potsdam und der Schlosspark in Rheinsberg. 

Die Stiftung hofft, am Montag die Anlagen wieder öffnen zu können. „Das hängt aber von der Wetterlage ab. So lange nachts Nässe und Schnee immer wieder überfrieren, bleibt es riskant“, erklärte der Sprecher. 

Auch zahlreiche Friedhöfe in der Region können derzeit nicht besucht werden. Aufgrund anhaltenden Dauerfrosts und extremen Glatteises wurde etwa der Südwestkirchhof Stahnsdorf geschlossen, wie Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt mitteilte. „Trotz intensiver Streu- und Sicherungsmaßnahmen ist es nicht mehr möglich, die Wege zu den Grabstätten verlässlich begehbar zu halten“, erklärte er. Auch Wege, wo gestreut worden sei, vereisten innerhalb kurzer Zeit erneut. Bestattungen seien durch den Frost erheblich erschwert. 

In Berlin hatte auch der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte mitgeteilt, dass seine Anlagen am Wochenende geschlossen bleiben. Dem Verband gehören nach den Angaben mehr als 40 Friedhöfe an. 

Regulärer Betrieb am BER 

Am Hauptstadtflughafen BER normalisiert sich nach Unternehmensangaben hingegen die Situation. Der Flugbetrieb sei am Morgen regulär angelaufen, teilte eine Sprecherin mit. „Wir erwarten einen normalen Verkehrstag mit etwa 60.000 Passagieren.“ Das Aufkommen der Reisenden sei etwas höher als an einem normalen Samstag im Februar. Die Sprecherin führte dies auf die zurückliegenden Ausfälle zurück.

 

Aufgrund von Blitzeis war der Flugbetrieb in Schönefeld am Donnerstagabend eingestellt worden, erst Freitagmittag hoben die ersten Maschinen wieder ab. Es fielen aber viele Flüge aus und es gab Verspätungen. Bis zum Freitagabend wurden nach Angaben der Flughafensprecherin etwa Dreiviertel der geplanten rund 500 Starts und Landungen gestrichen. 

Am Sonntag werden etwa 77.000 Passagiere bei An- und Abflügen am BER erwartet, wie die Sprecherin sagte. Das seien etwas mehr als anderen Sonntagen in dieser Jahreszeit. In Berlin und Brandenburg gehen am Wochenende die Winterferien zu Ende und Kinder und Jugendliche müssen Montag wieder zur Schule. 

Gefahren durch Tauwetter

Bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter bis dahin entwickelt. Nach Angaben des DWD kann es in der Nacht zum Montag lokal Schneegriesel oder Sprühregen geben. Die Tiefstwerte liegen nach den Prognosen zwischen minus 1 und minus 3 Grad Celsius. 

Die milderen Temperaturen bringen neue Gefahren mit sich: Am Freitag wurde der Alexanderplatz im Bereich des Fernsehturms gesperrt, weil nach Angaben der Polizei das kugelförmige Dach durch Industriekletterer von Eis befreit wurde. 

Die Berliner Feuerwehr rückte nach einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ an dem Tag zu 140 witterungsbedingten Einsätzen aus. Dazu gehörten auch Einsätze wegen Eisplatten auf Dächern und wegen Schneeverwehungen.