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Internetbetrüger Falsche Liebe, Fake-Anlage: Wenn Internetbetrüger aktiv sind

Romantik, Investment, Alptraum: Wer in Brandenburg auf Online-Betrüger hereinfällt, verliert oft viel Geld. Aber manchmal auch sein Herz.

Von dpa 10.02.2026, 17:02
Betrüger mit falschen Online-Profilen sind auf Dating-Plattformen unterwegs. Verbraucherzentrale und Polizei warnen vor kriminellen Tricks bei der Partnersuche im Internet. (Symbolbild)
Betrüger mit falschen Online-Profilen sind auf Dating-Plattformen unterwegs. Verbraucherzentrale und Polizei warnen vor kriminellen Tricks bei der Partnersuche im Internet. (Symbolbild) Sebastian Gollnow/dpa

Potsdam/Brandenburg an der Havel - Online verliebt - und um Geld betrogen: Die Polizei warnt kurz vor dem Valentinstag am 14. Februar vor Risiken bei der Partnersuche im Internet. Aber auch mit anderen trickreichen Maschen haben Kriminelle wieder Menschen in mehreren Regionen Brandenburgs um Erspartes gebracht. Was als romantischer Kontakt oder scheinbar lukratives Investment beginnt, kann im finanziellen und emotionalen Desaster enden.

Von wegen erfolgreicher Single

Sie spielen die große Liebe vor, machen Komplimente und schildern dramatische Schicksale - aber hinter vermeintlich attraktiven Singles stecken nicht selten gefälschte Online-Profile. Die Polizei und die Verbraucherzentrale Brandenburg nehmen den Valentinstag zum Anlass, um auf Warnsignale aufmerksam zu machen. Beim „Love Scamming“ kommt es nicht zum persönlichen Date, stattdessen bitten die Betrüger um Geld, weil sie in Notlagen geraten sind oder etwa teure Krankenhausaufenthalte anstehen. 

Video-Chat kann helfen

„Eine rückwärtsgerichtete Bildersuche im Internet kann helfen, gestohlene Profilbilder oder Fotos aus Bilddatenbanken zu entlarven“, sagte die Digitalexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, Michèle Scherer. Betroffene sollten auf einen Video-Chat bestehen, um sich zumindest davon zu überzeugen, dass die Person existiere. 

Wenn die neue Liebe Geld, Geschenke oder sensible persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Kontodaten verlange, sollten Angesprochene äußerst kritisch sein und den Kontakt abbrechen, rät die Expertin. Auf den Internetseiten der Polizei und Verbraucherberatung gibt es weitere Hinweise zum Schutz vor „Love Scamming“.

Wieder Betrügereien mit Geldanlagen im Internet

Leere Versprechen machen Kriminelle auch mit angeblichen Geldanlagen. Eine Seniorin fiel in Brandenburg an der Havel auf ein vermeintliches Investmentangebot über die sozialen Medien herein, wie die Polizei mitteilte. Sie überwies einen hohen fünfstelligen Geldbetrag. Als die Frau misstrauisch wurde, meldete sich über die sozialen Medien ein vermeintlicher Anwalt und bot ihr an, das Geld zurückzuholen. Dafür überwies die Frau erneut eine hohe vierstellige Summe. Als weitere Kontaktversuche der Frau scheiterten, meldete sie sich am Montag bei der Polizei.

Auch in Pritzwalk in der Prignitz überwies ein Rentner Geld für ein vermeintliches Investment, auf das er durch eine Internet-Werbung aufmerksam wurde. In dem Fall blieb es bei einem Schaden von 500 Euro. 

In Rheinsberg (Kreis Ostprignitz-Ruppin) verlor ein 66-Jähriger durch Investitionen in Kryptowährung eine hohe fünfstellige Summe. Dann stieß er auf eine Webseite, die versprach, das Geld zurückzuholen, wie die Polizei mitteilte. Unbekannte überwiesen ihm einen vierstelligen Betrag auf sein Bankkonto, welchen er weiter transferierte. Durch die Transaktion bestehe der Verdacht, dass sich der 66-Jährige selbst der Geldwäsche strafbar gemacht habe.