Luftschadstoffe Feinstaub sorgt in Sachsen für dicke Luft
Hohe Feinstaubkonzentrationen machen Sachsen zu schaffen: In vielen Städten werden die Grenzwerte derzeit deutlich gerissen. Sorgen Regen und Schnee bald für Entspannung?

Chemnitz - Sachsen hat seit einigen Tagen mit schlechter Luft zu kämpfen. Am Wochenende wurden an zahlreichen Messstationen Feinstaub-Grenzwerte überschritten. So lagen am Sonnabend die Tagesmittelwerte für PM10 in Bautzen, Görlitz, Leipzig, Liebschützberg und Niesky über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, wie aus Daten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hervorgeht.
Für Feinstaub der Partikelgröße von bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) meldete das Umweltbundesamt ebenfalls erhebliche Probleme. Einer Übersicht zufolge wurde der Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft vielerorts im Freistaat weit überschritten - etwa in Zwickau, Leipzig, Dresden, Bautzen, Zittau und Görlitz. Die feinen Partikel können Experten zufolge tiefer in die Atemwege eindringen und die Lunge nachhaltig schädigen.
DWD: Wetterumschwung bringt Abhilfe
Die Hochdruck-Wetterlage der vergangenen Tage habe dazu geführt, dass die Luft nicht mehr ungehindert aufsteigen konnte und sich Schadstoffe in den unteren Luftschichten konzentrieren, hieß es beim Deutschen Wetterdienst auf Anfrage. Der Feinstaub stamme etwa aus Abgasen beim Heizen und im Verkehr. Den Meteorologen zufolge ist aber Abhilfe in Aussicht. Zu Wochenbeginn werde ein großflächiges Niederschlagsgebiet erwartet, das Regen und Schnee bringe. Dann würden solche Schadstoffe nicht nur aus der Luft gewaschen, sondern verschwinde auch der vorherige „atmosphärische Deckel“.