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Fußball-Königsklasse Frankfurt beendet Champions-League-Saison mit Niederlage

Eintracht Frankfurt kassiert auch am letzten Spieltag in der Ligaphase der Champions League eine Niederlage. Ein Ex-Frankfurter leitet die Pleite ein. Die Partie spielt aber nur eine Nebenrolle.

Von Christian Johner, dpa Aktualisiert: 28.01.2026, 23:45
Eintracht Frankfurt mit Ansgar Knauff (r) und Tottenham Hotspur um Djed Spence (l) lieferten sich eine umkämpfte Begegnung.
Eintracht Frankfurt mit Ansgar Knauff (r) und Tottenham Hotspur um Djed Spence (l) lieferten sich eine umkämpfte Begegnung. Uwe Anspach/dpa

Frankfurt/Main - Enttäuscht verließen einige Fans von Eintracht Frankfurt nach dem nächsten schwachen Auftritt ihrer Mannschaft schon Minuten vor Schlusspfiff das heimische Stadion. Auch auf der Zielgeraden der Trainersuche gelang dem Krisenclub nicht die Wende. Die Eintracht verlor an dem für sie sportlich bedeutungslosen letzten Spieltag in der Ligaphase der Champions League gegen Tottenham Hotspur 0:2 (0:0).

Ausgerechnet der Ex-Frankfurter Randal Kolo Muani leitete die Niederlage des Fußball-Bundesligisten mit seinem Treffer in der 47. Minute ein. Der 27-Jährige hatte die Eintracht im Sommer 2023 nach einem Trainingsstreik Richtung Paris Saint-Germain verlassen und wurde von den Eintracht-Anhängern konsequent ausgepfiffen. Er verzichtete vor 58.000 Zuschauern aber auf eine große Jubelpose. Das 2:0 erzielte der eingewechselte Dominic Solanke (77.).

„Natürlich haben wir uns mehr erhofft“, resümierte Sportvorstand Markus Krösche. Auf die Frage, wie groß seine Enttäuschung sei, antwortete er aber: „Jetzt lasst uns mal die Kirche im Dorf lassen.“ Natürlich habe man sich zwar mehr Punkte erhofft. „Aber wir sind mit einer jungen Mannschaft angetreten. Dass die auf dem Niveau natürlich den einen oder anderen Fehler mehr macht, das war uns auch bewusst.“ Aus der Saison gelte es nun, etwas zu lernen.

Riera Top-Kandidat als neuer Frankfurter Trainer

Während Tottenham mit dem Sieg den direkten Einzug ins Achtelfinale perfekt machte, hatten die Hessen schon vor Anpfiff mit nur vier Punkten keine Chance mehr auf das Weiterkommen in die K.o.-Phase.

Stattdessen steht weiterhin die Trainersuche bei der Eintracht im Fokus. Als heißester Kandidat wird der Spanier Albert Riera gehandelt, der derzeit noch den slowenischen Club NK Celje trainiert und dort einen Vertrag bis Sommer 2028 besitzt.

Krösche: Interimstrainer auch am Wochenende auf Bank

Eine ganz schnelle Einigung mit dem 43-Jährige ist aber offenbar nicht in Sicht: Krösche kündigte an, dass am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen erneut die Interimstrainer Dennis Schmitt und Alexander Meier an der Seitenlinie stehen werden. Die beiden hatten vor eineinhalb Wochen nach der Trennung von Chefcoach Dino Toppmöller übernommen.

Bekannte Namen aus der Bundesliga in Spurs-Startelf

Im Duell mit Tottenham mussten die Hausherren auf Offensiv-Juwel Can Uzun wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel verzichten. Bei den Spurs standen neben Kolo Muani auch Bayern Münchens Leihgabe João Palhinha sowie der frühere Leipziger Xavi Simons in der Startelf.

Schon in der 2. Minute zappelte der Ball erstmals im Frankfurter Netz. Einen Angriff über Kolo Muani vollendete Simons. Aufgrund einer Abseitsposition im Vorfeld wurde das Tor aber nicht anerkannt. 

Der Eintracht war die Verunsicherung nach den vergangenen Wochen anzumerken. Die Mannschaft spielte extrem passiv und leistete sich immer wieder leichtfertige Fehlpässe.

Eintracht erst im Glück, dann im Pech

In der 28. Minute waren die Frankfurter im Glück, als ein Distanzschuss von Wilson Odobert an den Pfosten klatschte. Kurz darauf hätte Eintracht-Keeper Kauã Santos mit einem Fehlpass im eigenen Strafraum beinahe den Rückstand eingeleitet. Der Brasilianer machte den Fauxpas mit einer starken Parade gegen Simons wieder gut (30.).

Die beste Eintracht-Chance in der ersten Hälfte hatte Hugo Larsson: Der Schwede traf mit einem Schuss aus spitzem Winkel aber nur die Latte (44.).

Tottenham mit Traumstart in Hälfte zwei

Kurz vor dem Seitenwechsel sorgte Kolo Muani für die verdiente Führung der Gäste, nachdem die Zuordnung in der Frankfurter Abwehr nicht gestimmt hatte. Im Anschluss bemühte sich die Eintracht zwar um den Ausgleich, doch zu einem Treffer kam der Tabellenachte der Bundesliga nicht mehr. Stattdessen erzielte Solanke noch das 2:0 für die Spurs.