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BildungsministerFreiberg: Konzentration auf Kernfächer Mathe und Deutsch

Von dpa 05.12.2023, 15:27
Ein Lehrer unterrichtet in einem Klassenzimmer.
Ein Lehrer unterrichtet in einem Klassenzimmer. Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Potsdam - Nach dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler bei der internationalen Leistungsstudie Pisa hat Brandenburgs Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) die Konzentration auf die Kernfächer in den Schulen unterstrichen. Brandenburg habe bereits im vergangenen Jahr nach der nationalen IQB-Bildungsstudie reagiert und den Unterrichtsschwerpunkt auf Mathematik und Deutsch gelegt, sagte Freiberg am Dienstag in Potsdam. Und am 1. April sei das Projekt „Abako“ zur Förderung mathematischer Basiskompetenzen an Grundschulen gestartet worden, erklärte Freiberg.

Zur Einordnung der jüngsten Pisa-Ergebnisse gehöre aber auch, dass die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse ab April 2022 an den Pisa-Tests teilgenommen hätten, sagte der Minister. „Dieser Jahrgang ist erheblich von den Einschränkungen des Unterrichts in der Corona-Pandemie betroffen.“

Die mitregierende CDU sprach von „alarmierenden Ergebnissen“. „Wir müssen alles dafür tun, um uns auf die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu konzentrieren und die Sprachförderung von Anfang an noch mehr in den Blick zu nehmen“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Gordon Hoffmann. „Am Ende der Klasse 4 braucht es für wirklich alle Schülerinnen und Schülern eine "Lesen-Schreiben-Rechnen-Garantie".“

Die deutschen Schülerinnen und Schüler haben in der Pisa-Studie im Jahr 2022 so schlecht abgeschnitten wie noch nie zuvor. Sowohl im Lesen als auch in Mathematik und Naturwissenschaften handle es sich um die niedrigsten Werte, die für Deutschland jemals im Rahmen von Pisa gemessen wurden, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Berlin mit.

In Mathematik stürzten die deutschen Schülerinnen und Schüler besonders ab. Sie erreichten einen Punktwert von 475, bei der vorherigen Untersuchung, die 2019 veröffentlicht wurde, waren es noch 500. Im Lesen kamen sie auf 480 (2019: 498) und in Naturwissenschaften auf 492 (2019: 503).