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Denkmäler Frohnauer Hammer wird modernisiert - barrierefrei bis 2028

1,7 Mio. Euro fließen in den Umbau des Frohnauer Hammers. Was ändert sich danach für Besucher dieses Unesco-Welterbes im Erzgebirge?

Von dpa 21.01.2026, 18:04
Das Hammerherrenhaus am Frohnauer Hammer soll mit Fördermitteln von Bund und Land barrierefrei umgebaut werden (Archivbild)
Das Hammerherrenhaus am Frohnauer Hammer soll mit Fördermitteln von Bund und Land barrierefrei umgebaut werden (Archivbild) Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB

Annaberg-Buchholz - Der Bund und der Freistaat Sachsen unterstützen den Umbau des Frohnauer Hammers in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge mit rund 1,7 Millionen Euro. Die Landesdirektion Sachsen bewilligte die Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), wie sie mitteilte. Bund und Land tragen die Summe je zur Hälfte. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,15 Millionen Euro, den Eigenanteil von etwa 450.000 Euro übernimmt die Stadt.

Geplant sind ein Anbau und eine barrierefreie Erschließung. Vorgesehen sind ein überdachter Eingangsbereich, ein Foyer mit barrierefreier Toilette sowie ein Personenaufzug. Auch der Außenbereich soll barrierefrei gestaltet werden. Der Umbau soll 2028 abgeschlossen werden.

Der Frohnauer Hammer ist eines der wichtigsten und ältesten technischen Denkmäler Sachsens. In Chroniken aus dem 15. Jahrhundert wird er zunächst als Getreidemühle erwähnt. 1621 wurde er zum Eisenhammerwerk umgebaut. Das Werk besteht aus drei großen Hämmern und zwei Blasebälgen, die von zwei Wasserrädern angetrieben werden. Bis 1904 wurden dort Werkzeuge für Bergbau und Landwirtschaft hergestellt. 1907 wurde der Hammer ein Denkmal und 1910 Museum. Seit Juli 2019 steht er auf der Unesco-Welterbeliste.