Kommunen

Geislinger geben deutliches Zeichen für Landkreiswechsel

Von dpa 27.09.2021, 06:22 • Aktualisiert: 27.09.2021, 14:23
Die Helfenstein-Klinik des Trägers Alb-Fils-Kliniken in Geislingen an der Steige.
Die Helfenstein-Klinik des Trägers Alb-Fils-Kliniken in Geislingen an der Steige. Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Geislingen - Die Menschen in Geislingen an der Steige haben sich deutlich für einen Wechsel ihres Landkreises ausgesprochen. Eine Mehrheit von 81,6 Prozent stimmte bei einem Bürgerentscheid am Sonntag dafür, den Austritt aus dem Kreis Göppingen und den gleichzeitigen Übertritt in den Alb-Donau-Kreis zu prüfen, wie die Stadt am Abend laut vorläufigem Ergebnis mitteilte.

Gegen das Vorhaben sprachen sich 18,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler aus. Mit einer Wahlbeteiligung von 56,5 Prozent wurde das nötige Quorum erreicht.

Hintergrund der Abstimmung ist ein Streit der Stadt Geislingen mit dem Kreis Göppingen um die Zukunft der Helfenstein-Klinik in Geislingen. Geht es nach dem Landkreis, soll die Klinik ihren stationären Betrieb bis 2024 einstellen. Schritt für Schritt soll das Angebot in einen Neubau nach Göppingen überführt werden. Der Standort in Geislingen soll schließlich nur noch ambulante Dienste anbieten. Bei der Stadt hatte das Vorhaben für so viel Unmut gesorgt, dass sie beschloss, die Bürger zu einem möglichen Austritt aus dem Kreis Göppingen zu befragen.

Mit dem Ja der Menschen in Geislingen ist ein erster Schritt getan für einen möglichen Austritt der 28.500-Einwohner-Stadt aus dem Kreis Göppingen.