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Rettungseinsätze Hilfe aus der Luft - DRF übernimmt alle Stationen in Berlin

Schwere Unfälle, Herzinfarkte, Schlaganfälle: Wenn es besonders schnell gehen muss oder der Patient sich in einem schwer zugänglichen Gebiet befindet, ist die Luftrettung zur Stelle.

Von dpa 11.02.2026, 13:43
Mit der Übernahme der Station 31 am Charité Campus Benjamin betreibt die DRF Luftrettung alle drei Luftrettungsstationen in Berlin.
Mit der Übernahme der Station 31 am Charité Campus Benjamin betreibt die DRF Luftrettung alle drei Luftrettungsstationen in Berlin. Elisa Schu/dpa

Berlin - Die Hilfsorganisation DRF Luftrettung hat die dritte Luftrettungsstation in Berlin übernommen und betreibt damit alle Standorte in der Hauptstadt. An der Station 31 am Charité Campus Benjamin im Südwesten der Stadt ist der Hubschrauber laut DRF täglich von früh bis spät einsatzbereit und braucht maximal 15 Minuten zum Notfallort. 

Der Standort besteht seit fast 40 Jahren und wurde zuvor vom ADAC betrieben. Nach Angaben der Organisation wurde „Christoph 31“ im vergangenen Jahr zu 2.430 Einsätzen gerufen - 17 Prozent häufiger als im Vorjahr (2024: 2.070). 

Zum 31. Dezember 2025 endetet die Konzession der ADAC Luftrettung an dem Standort des Charité Campus, nun ist die DRF zuständig. Deren zwei andere Hubschrauber in Berlin sind nach Angaben der Organisation im vergangenen Jahr zu rund 3.600 Einsätzen gestartet. 

Bundesweites Netzwerk von „Christoph“-Hubschraubern

Bundesweit gibt es ein Netzwerk von „Christoph“-Hubschraubern. Die größten Betreiber sind der ADAC und die DRF Luftrettung. Einheitlich sind die Rettungshubschrauber in Deutschland nach dem heiligen Christophorus benannt, dem Schutzpatron der Reisenden und Verkehrsteilnehmer. Die Zahl nach dem Namen „Christoph“ gibt Auskunft über den Stationsstandort oder die Reihenfolge der Inbetriebnahme des jeweiligen Hubschraubers.

Zehntausende Einsätze im vergangenen Jahr 

Die Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung sind im Jahr 2025 nach Angaben der gemeinnützigen Organisation zu 36.407 Einsätzen gestartet. Das waren nach den Angaben 1,6 Prozent mehr Einsätze als im Jahr 2024 (35.850 Einsätze). Insbesondere in der Dunkelheit seien die Crews der bundesweit 31 Hubschrauberstationen häufiger unterwegs gewesen, so die Organisation. 

Die Rettungsteams des ADAC sind nach Angaben der Organisation im vergangenen Jahr zu 48.908 Einsätzen gestartet. Der häufigste Einsatzgrund waren laut ADAC und DRF Unfälle sowie Herz-Kreislauf-Notfälle wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall.