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Landtag Höcke sieht Vertrauensverlust in Thüringer Regierungschef

Nach dem Entzug des Doktortitels von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) greift AfD-Fraktionschef Björn Höcke an: Er sieht die Glaubwürdigkeit des Regierungschefs beschädigt.

Von dpa 04.02.2026, 14:35
Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke sieht einen Vertrauensverlust zum Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU).
Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke sieht einen Vertrauensverlust zum Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU). Martin Schutt/dpa

Erfurt - Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke sieht nach der Aberkennung des Doktortitels von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) einen Vertrauensverlust in der Bevölkerung. „Es geht um Vertrauen und es geht um Glaubwürdigkeit“, sagte Höcke in einer Rede zum Misstrauensvotum im Landtag in Erfurt. Er verwies zudem auf zahlreiche Politikerinnen und Politiker, die von ihren Ämtern wegen der Aberkennung der Doktorwürde zurückgetreten seien. Voigt dagegen wolle das offenbar aussitzen, so Höcke.

Die AfD-Fraktion hatte die Abstimmung beantragt, Höcke selbst kandidiert. Auslöser war eine Entscheidung der Technischen Universität Chemnitz, Voigt wegen Mängel in seiner Dissertation den Doktortitel abzuerkennen. 

Höcke führte aus, dass Voigts CDU nur 23 Prozent bei der Landtagswahl im Herbst 2024 geholt habe. Er warf den Christdemokraten auch den Bruch von Wahlversprechen vor - etwa beim Thema Windkraft. „Alles geopfert für den Machterwerb und den Machterhalt“, sagte Höcke. Voigt sei ein „Ministerpräsident von Gnaden der Linken“. 

Der 48 Jahre alte Voigt führt in Thüringen Deutschlands einzige Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD. Das Bündnis hat mit 44 von 88 Sitzen im Landtag keine eigene Mehrheit, es besteht ein Patt zur Opposition.