Gesundheit

Holetschek: Unterstützung für Demenzkranke und Angehörige

Von dpa 26.09.2021, 08:05 • Aktualisiert: 27.09.2021, 14:01
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) spricht zu Journalisten.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) spricht zu Journalisten. Matthias Balk/dpa/Archivbild

München - Für demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen soll es vom Bayerischen Gesundheitsministerium weiterhin Unterstützung geben. Das sicherte Minister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag zum Ende der Demenzwoche in Bayern zu. Ziel sei es, die Teilhabe von Menschen mit Demenz am gesellschaftlichen Leben zu verbessern und den pflegenden Angehörigen Hilfestellung im Alltag zu geben. Mehr als 600 Veranstaltungen habe es während der Demenzwoche gegeben, bilanzierte Holetschek. Das sei ein gutes Aushängeschild.

Etwa 240 Menschen leben in Bayern zurzeit mit Demenz. Die Zahl dürfte laut Holetschek bis zum Jahr 2030 auf 300.000 Menschen steigen. Betroffene würden durch die 2013 von der Bayerischen Staatsregierung eingeführten Demenzstrategie unterstützt.

Teil der Strategie ist die Information über Demenz. So stünden derzeit jeweils acht Demenzkoffer und Demenzparcours bereit, die kostenlos ausgeliehen werden könnten, beispielsweise von Kliniken oder Tagesbetreuungseinrichtungen. Die Koffer enthalten laut Ministerium Informationsmaterial.

Der Demenzparcours führe Interessenten einen Tag im Leben eines Demenzpatienten vor. Auf diese Weise sollen Menschen für Probleme von Demenzkranken sensibilisiert werden. „Anhand des Lebens von „Erna Müller“ können Menschen ohne Demenz 13 typische Alltagssituationen von Betroffenen erleben“, sagte Holetschek.

Demenzkoffer und Demenzparcours können bei den Fachstellen für Demenz und Pflege der Regierungsbezirke ausgeliehen werden.