Wahlen

Landtagswahl in MV: Nordost-SPD in Umfrage weiter klar vorn

Von dpa 17.09.2021, 10:59 • Aktualisiert: 18.09.2021, 22:03
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht. Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Mainz/Schwerin - Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich weiterhin ein klarer Sieg der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ab. Würde schon an diesem Sonntag gewählt werden, käme die SPD im Nordosten auf 38 Prozent. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer Extra hervor, für das die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zu Beginn der Woche rund 1000 Wähler im Nordosten befragt hatte.

Der bisherige Koalitionspartner CDU bliebe demnach mit 14 Prozent erneut hinter der AfD zurück, die auf 17 Prozent käme. Die Linke wäre mit 11 Prozent viertstärkste Kraft. FDP und Grüne, die im aktuellen Landtag nicht vertretenen sind, können sich mit Umfragewerten von jeweils 6 Prozent weiterhin Hoffnungen auf eine Rückkehr machen.

Ginge die Wahl am 26. September so aus, gäbe es für die Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition eine klare und für ein Bündnis aus SPD und Linke eine knappe Mehrheit. Möglich wäre rein rechnerisch auch eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen. Die meiste Zustimmung gab es in der repräsentativen Umfrage mit 45 Prozent für die bisherige SPD/CDU-Koalition.

Wie die Umfrage für das ZDF-Politbarometer weiter ergab, bevorzugen 68 Prozent der Befragten Amtsinhaberin Manuela Schwesig auch als künftige Ministerpräsidentin. Für ihren Herausforderer, CDU-Landeschef Michael Sack, sprachen sich 11 Prozent aus, für den AfD-Spitzenkandidaten Nikolaus Kramer 4 Prozent.

Laut ZDF geben die Projektionswerte für die Landtagswahl lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Ein Drittel der Befragten habe angegeben, noch nicht sicher zu sein, ob sie wählen wollen und wenn, dann wen. Bei der Landtagswahl 2016 war die SPD auf 30,6 Prozent gekommen, die AfD auf 20,8, die CDU auf 19,0 und die Linke auf 13,2.