Filmfestspiele Lehmann mahnt fairen Umgang mit Berlinale-Chefin Tuttle an
Krisensitzung zur Berlinale: Grünen-Kulturpolitiker Sven Lehmann fordert vorab von Kulturstaatsminister Weimer einen respektvollen Umgang mit Berlinale-Chefin Tricia Tuttle - und Selbstkritik.

Berlin - Der Grünen-Kulturpolitiker Sven Lehmann hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer aufgefordert, im Umgang mit der Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle schnell für Klarheit zu sorgen. „Der Umgang mit Tricia Tuttle und einige Medien-Berichte zu ihrer Person sind eine Zumutung. Das entspricht auch nicht ihren Leistungen als Berlinale-Chefin“, teilte Lehmann der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.
Bei aller berechtigten Kritik erwarte er einen anständigen Umgang und Anerkennung ihrer Leistungen für den Film, erklärte Lehmann weiter. „Und ich erwarte eine selbstkritische Haltung auch der Bundesregierung.“
Weimer hat für Donnerstag eine außerordentliche Sitzung zur Ausrichtung der Filmfestspiele einberufen. Dabei soll es auch um die Zukunft Tuttles als Berlinale-Leiterin gehen. In diesem Jahr hatte es während der Berlinale mehrfach Debatten darüber gegeben, inwiefern sich das Festival und Filmschaffende zum Nahostkonflikt positionieren müssen.