Schneefälle Winterwetter sorgt für Schulausfälle - und viele Unfälle
Starker Schneefall, eingefrorene Weichen, liegengebliebene Autos: Der Winter hat Teile Niedersachsens fest im Griff. In einigen Regionen fällt sogar wieder die Schule aus.

Hannover - Schnee und Glätte haben in Teilen Niedersachsens zu Verkehrsunfällen und Behinderungen geführt. Die Deutsche Bahn hatte mit Einschränkungen und Ausfällen zu kämpfen, auf Autobahnen und Bundesstraßen blieben Autos und Lastwagen liegen, mehrere Transporter stellten sich quer. Die Polizei rief Autofahrer dazu auf, langsam zu fahren. In einigen Regionen des Landes fiel wieder die Schule aus.
Schulausfälle in vier Landkreisen
In mehreren Landkreisen Niedersachsens kam es wegen Schneefalls und Glätte zu Schulausfällen, betroffen waren die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln-Pyrmont und Helmstedt, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale hervorging. Für die berufsbildenden Schulen in den Landkreisen Celle und Helmstedt wurde demnach Distanzunterricht angeordnet, der Schülertransport fand nicht statt.
Der Landkreis Celle teilte auf seiner Website mit, für Kinder, die trotzdem zur Schule kämen, bestehe eine Betreuungspflicht. Nach Angaben des Landkreises Helmstedt verschlechtern sich die Witterungsverhältnisse permanent. Busse seien bereits liegengeblieben oder gar nicht erst abgefahren.
Weichen der Bahn eingefroren
Die Deutsche Bahn hatte mit Einschränkungen und Ausfällen im Fernverkehr zu kämpfen. Betroffen sei die Strecke Hannover-Uelzen-Hamburg, Grund seien Weichenstörungen, sagte ein Bahnsprecher. Die Weichen seien von Schnee zugeweht und eingefroren. Mitarbeiter der Bahn seien unterwegs, um die Weichen zu enteisen. Fernzüge blieben in Bahnhöfen stehen. Einschränkungen gab es auch auf der Strecke Berlin-Hamburg.
Nach Angaben des Bahnunternehmens Metronom fielen auch im Regionalverkehr Züge aus: Auf der Strecke Hamburg-Uelzen fahren wegen des Wetters keine Züge, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Weichen bei Lüneburg, Bienenbüttel, Bad Bevensen und Uelzen sowie beim Bahnbetriebswerk in Uelzen seien gestört.
Viele Blechschäden
Auf den Straßen in Teilen Niedersachsens gab es reihenweise Unfälle auf spiegelglatten Straßen: Lastwagen seien liegengeblieben oder hätten sich quergestellt, außerdem habe es Leichtverletzte und Blechschäden gegeben, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Braunschweig. Im Raum Göttingen gab es nach den Worten einer Polizeisprecherin ebenfalls viele Unfälle, vor allem Blechschäden.
Im Raum Hannover gab es nach Angaben eines Sprechers am Morgen 23 Unfälle bei Glätte, auch hier waren es überwiegend Blechschäden. Am Flughafen Hannover in Langenhagen war der Winterdienst im Einsatz, die Piste war aber frei.
Am Dienstag weiter leichter Schneefall
Der Deutsche Wetterdienst hatte zum Wochenbeginn für den Osten und die Mitte Niedersachsens bis zu zehn Zentimeter Schnee angekündigt. In der Nacht zum Dienstag kann weiterhin etwas Schnee fallen, Glätte und gebietsweise Nebel sind möglich. Die Tiefstwerte liegen im Binnenland bei minus 1 bis minus 4 Grad. Im Bergland kommt es bei minus 6 Grad zu Frost. Etwas Schnee kann auch am Tag fallen, es wird gebietsweise glatt. Die Maximalwerte steigen auf 0 bis 2 Grad.
Auch in der Nacht zum Mittwoch schneit es im Südwesten leicht, gebietsweise geht der Schneefall in gefrierenden Regen über. Am Mittwoch soll es meist trocken bleiben.