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Volleyball Monat der Wahrheit für Volleys: „Mussten uns richtig pushen“

Schmerzen, Ausfälle und ein Kraftakt in Prag: Wie die BR Volleys trotz dünner Personaldecke jetzt in der Liga um die Tabellenspitze kämpfen.

Von dpa 09.01.2026, 10:30
Der Nationalspieler biss sich mit einer Schulterverletzung durch. (Archivbild)
Der Nationalspieler biss sich mit einer Schulterverletzung durch. (Archivbild) Andreas Gora/dpa

Berlin - Im Monat der Wahrheit heißt es bei den BR Volleys und Nationalspieler Florian Krage-Brewitz auf die Zähne beißen. „Heute Morgen war ich nicht sicher, ob es mit meiner Schulter überhaupt gehen würde, aber die medizinische Abteilung hat ganze Arbeit geleistet. Es ging irgendwie und mein Spiel war ganz ordentlich“, sagte der Mittelblocker nach dem hart erkämpften Champions-League-Sieg in Prag (3:2). 

Schon am Sonntag (15.00 Uhr/Dyn) geht es in der Bundesliga im Spitzenspiel gegen Düren weiter. Gewinnen die Volleys distanzieren sie den Gegner in der Tabelle etwas und dürfen in Richtung Spitzenreiter Lüneburg schielen. Es geht auch danach Schlag auf Schlag. Im Januar wartet in der Königsklasse noch Weltklasse-Club Perugia, in der Liga das Rückspiel in Lüneburg.

Neben Jelle Bosma und Nehemiah Mote fehlte auch Arthur Wehner in Tschechien krankheitsbedingt. Den wichtigen zweiten Sieg im Kampf um die K.-o.-Runde hätten die Berliner trotzdem gerne schneller eingefahren. „Ich weiß nicht, warum uns der vierte Satz entglitten ist“, sagte Krage-Brewitz. „Wir haben uns zum Ende bitter eine Serie gefressen. Andererseits: Wenn es läuft, dann richtig. Dann gibt es keine Zweifel auf dem Feld und wir spielen frei auf.“ 

Flexen wird ein Faktor

Schon der Sieg beim Rivalen in Friedrichshafen zeigte die aufsteigende Form, ganz zufrieden ist der Meister aber noch nicht. Geschäftsführer Kaweh Niroomand mahnte schon vor dem Spiel in Prag. „Vom Potenzial können wir noch besser spielen“, sagte er. „Wir haben eine gewisse Stabilität reingekriegt, aber wir sind von dem Volleyball, was wir eigentlich spielen können, noch ein bisschen entfernt.“

Doch es gebe deutliche Fortschritte nach dem verkorksten Saisonstart, erklärte der 73-Jährige. Die Mannschaft wachse zusammen. Die Bank werde immer mehr zu einem Faktor. Neuzugang Nolan Flexen hat sich akklimatisiert.

Doch personell knirscht es: Von den etatmäßigen Mittelblockern ist nur noch Matthew Knigge komplett fit. Krage-Brewitz und er spielen seit Wochen mehr oder weniger durch. „Wir waren hier mit zwölf Spielern und kommen aus harten Wochen. Wir mussten uns richtig pushen und damit gleichzeitig auch für die nächsten Wochen, um ein gutes Momentum zu kreieren“, sagte Knigge. Immerhin erwartet Niroomand Mote bald zurück, auch wenn er für das Spiel gegen Düren noch keine Option ist.