Heizkosten Nordwest-Haushalte haben im Januar mehr geheizt
Der Energiedienstleister Techem hat Verbrauchsdaten aus fast 150.000 Wohnungen in Niedersachsen und Bremen ausgewertet. Demnach verbrauchten die Niedersachsen und Bremer mehr Energie.

Hannover/Bremen - Im kalten Januar haben Verbraucherinnen und Verbraucher in Niedersachsen und Bremen mehr geheizt als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Auswertung des Energiedienstleisters Techem hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Der Auswertung zufolge haben Verbraucher in Niedersachsen im Vergleich zum Januar des Vorjahres 8,1 Prozent mehr Energie fürs Heizen verbraucht - etwa Erdgas, Fernwärme und Heizöl. Im Land Bremen lag der Anstieg bei 8,8 Prozent. Der Verbrauch ist damit in beiden Bundesländern schwächer als im Bundesschnitt gestiegen. Deutschlandweit lag die Zunahme bei 12,6 Prozent.
Techem aus Eschborn bei Frankfurt hat nach eigenen Angaben Verbrauchsdaten von nahezu zwei Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ausgewertet. In Niedersachsen gingen Daten aus 139.017 Wohnungen in die Berechnung ein, in Bremen und Bremerhaven waren es 10.279.
Kosten steigen langsamer als der Verbrauch
Übergreifend über alle Energieträger rechnet Techem mit einer Kostenzunahme von 5,9 Prozent in Niedersachsen und 6,5 Prozent in Bremen. Bundesweit schätzt Techem diese auf 10,3 Prozent. Die Kosten hat das Unternehmen aus dem Verbrauch und den Jahresdurchschnittspreisen der Energieträger errechnet.
Dass die Kosten schwächer als der Verbrauch steigen, hängt laut Techem damit zusammen, dass die Energiepreise im Mittel gefallen sind.
Zuletzt hatten Berechnungen von Techem und dem Vergleichsportal Verivox ergeben, dass die Verbraucher schon im Gesamtjahr 2025 mit höheren Heizkosten rechnen müssen.