Jahrestag 13. Februar Polizei mit Großeinsatz am Freitag und Samstag
Rechte Aufmärsche, Menschenkette, Gegenprotest: Mehrere Versammlungen halten die Polizei am Freitag und Samstag auf Trab. Auch mit Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen.

Dresden - Um die zahlreichen Versammlungen rund um den 81. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg abzusichern, ist die Polizei am Freitag und Samstag im Großeinsatz. Weil es sich nicht um einen runden Jahrestag handle, sei die Lage jedoch bei Weitem nicht so angespannt wie im Jahr zuvor, sagte Polizeipräsident Lutz Rodig laut einer Mitteilung.
Schwerpunkt am Freitag Neumarkt und Altmarkt
Am Freitag liegt der Einsatzschwerpunkt tagsüber auf dem Neumarkt und am Dr.-Külz-Ring am Rande der Altstadt, wo mehrere Versammlungen des rechten Spektrums angemeldet worden sind. Ab etwa 17.00 Uhr konzentriert sich das Geschehen auf den Altmarkt, von dem aus sich wie in den Vorjahren eine Menschenkette bildet, die ein Zeichen gegen rechtsextreme Instrumentalisierung setzt. Teilnehmer sollen laut Polizei mehr Zeit für die Anreise einplanen. Es sei mit erheblichen Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt zu rechnen.
Dynamische Versammlungslage am Samstag
Für den Samstag bereitet sich die Polizei auf eine dynamische Versammlungslage vor. Im Fokus liegt der Bereich um den Bahnhof Dresden-Mitte, wo die rechtsextreme Szene einen Aufmarsch plant. Zwischen 14.00 und 19.00 Uhr kann es dort zu Verkehrseinschränkungen kommen.
Die Polizei rechnet darüber hinaus aufgrund der Erfahrung vorheriger Jahre mit spontanen Versammlungen, die zeitlich und örtlich nicht vorhersehbar sind. Allen, die sich friedlich und gewaltfrei versammeln, werde man Gegenprotest in Hör- und Sichtweite gewährleisten, sagte Rodig. „Gegenüber Störern werden die Einsatzkräfte jedoch konsequent und mit einer niedrigen Einschreitschwelle agieren.“
Verkehrseinschränkungen zu erwarten
Mehrere Parkplätze im Zentrum sind an beiden Tagen gesperrt, weitere vorübergehende Verkehrseinschränkungen sind je nach Versammlungslage zu erwarten. Mehr als 30 Polizisten werden den Verkehr den Angaben nach regulieren. Zudem ist das Fliegen von Drohnen verboten. Unterstützung bekommt die Dresdner Polizei von der sächsischen Bereitschaftspolizei, der Bundespolizei sowie aus Brandenburg, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.