Gesellschaft

Probleme durch falsche Entsorgung der Partydroge Lachgas

Falsch entsorgte Kartuschen mit dem als Partydroge bekannten Lachgas sorgen in französischen Müllverbrennungsanlagen für Ärger. Nicht völlig entleert können sie explodieren. Und das kann teuer werden.

Von dpa
Kartuschen, die Distickstoffmonoxid enthielten, liegen auf dem Boden. Kartuschen und Flaschen des als Partydroge genutzten Lachgases sorgen in französischen Müllverbrennungsanlagen für Probleme.
Kartuschen, die Distickstoffmonoxid enthielten, liegen auf dem Boden. Kartuschen und Flaschen des als Partydroge genutzten Lachgases sorgen in französischen Müllverbrennungsanlagen für Probleme. Gerard Bottino/Zuma Press/dpa

Paris - Kartuschen und Flaschen des als Partydroge genutzten Lachgases sorgen in französischen Müllverbrennungsanlagen für Probleme.

Immer wieder komme es in den Verbrennungsöfen zu Explosionen, wenn die nicht komplett entleerten Behälter achtlos mit dem Hausmüll entsorgt werden, berichtete die Zeitung „Le Parisien“. Für die Reparatur müssten die Öfen heruntergefahren werden, sagten demnach mehrere Betreiber von Müllverbrennungsanlagen. Alleine ein solcher Betriebsstopp schlage mit 50.000 Euro zu Buche, normalerweise werden die Anlagen nur einmal im Jahr für eine mehrwöchige Wartung außer Betrieb genommen.

Erhöhte Nutzung in Pandemie

Schon seit Jahren wird Lachgas als Partydroge missbraucht, die Wirkung hält nur kurz an, die gesundheitlichen Gefahren aber sind enorm. Insbesondere während des Corona-Lockdowns habe in Frankreich offenbar der Lachgas-Konsum zugenommen, schlossen die Müllverbrenner aus den gehäuften Problemen mit leeren Flaschen in den Verbrennungsöfen in dieser Zeit. Dutzende Flaschen wurden auch in den Abfallbergen entdeckt. Abseits der Risiken für die Gesundheit appellierten die Müllverbrenner, die Lachgasbehälter adäquat zu entsorgen. Der chronische Konsum kann zu Nervenschäden und einer Degeneration des Rückenmarks führen, warnen Neurologen.