1. Startseite
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Demonstrationen: Großeinsatz in Leipzig - Demo-Start bleibt zunächst ruhig

Demonstrationen Großeinsatz in Leipzig - Demo-Start bleibt zunächst ruhig

In Leipzig starten propalästinensische und proisraelische Gruppen mit Kundgebungen. Die Polizei hält die Lager getrennt - bisher bleibt es ruhig.

Von dpa Aktualisiert: 17.01.2026, 14:40
Polizei trennt Demo-Lager in Leipzig-Connewitz mit Gittern und großem Aufgebot.
Polizei trennt Demo-Lager in Leipzig-Connewitz mit Gittern und großem Aufgebot. Sebastian Willnow/dpa

Leipzig - Die propalästinensische Demonstration und mehrere Gegenkundgebungen rivalisierender Gruppen der linken Szene in Leipzig-Connewitz sind zunächst ohne größere Zwischenfälle angelaufen. „Wir haben bisher keine großartigen, nennenswerten Ausschreitungen oder so etwas gehabt“, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe. Teilweise hätten die Versammlungen am frühen Nachmittag noch nicht begonnen oder gingen gerade erst los.

Die Polizei trennte die unterschiedlichen Lager räumlich, unter anderem mit Gittern. Der Abstand zwischen den Gruppen liege derzeit bei etwa 20, 30 Metern, sagte Hoppe. Zudem verwies er auf die geänderte Route der propalästinensischen Demonstration: Diese solle nach Erhalt des Auflagenbescheids über die Karl-Liebknecht-Straße ins Stadtzentrum ziehen und schließlich zum Augustusplatz führen. Dort sei eine Abschlusskundgebung vor dem Gewandhaus geplant.

Rund 1.000 Einsatzkräfte

Zu Teilnehmerzahlen konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Die Zahl der Einsatzkräfte könne ebenfalls noch nicht exakt beziffert werden. Die in Medien genannte Größenordnung von rund 1.000 Kräften sei aber „nicht unrealistisch“. 

Hintergrund sind mehrere angemeldete Demonstrationen und Kundgebungen rund um das Connewitzer Kreuz. Die propalästinensische Versammlung unter dem Motto „Antifa means: Free Palestine“ trifft auf Gegenproteste mit proisraelischer Ausrichtung. Stadt und Polizei hatten mit einer angespannten Lage gerechnet und einen Großeinsatz angekündigt, auch weil teils überregional mobilisiert worden sein soll.

Handala ist eine antiisraelische Gruppierung, die vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft wird. Die Demonstration richtet sich demnach gegen eine bisher in Connewitz stark verankerte überwiegend proisraelische linke Szene. Dagegen wenden sich unter anderem autonome Linksextremisten.