Kriminalität

Sechs Verletzte nach Schüssen: Rockermilieu in Blick

Im Mannheimer Stadtteil Waldhof werden mehrere Männer durch Schüsse verletzt. Erste Ermittlungen führen ins Rockermilieu.

Von dpa 25.09.2021, 13:54 • Aktualisiert: 27.09.2021, 07:39
Ermittler arbeiten vor der Gaststätte in Mannheim, in der mehrere Menschen durch Schüsse verletzt worden sind.
Ermittler arbeiten vor der Gaststätte in Mannheim, in der mehrere Menschen durch Schüsse verletzt worden sind. René Priebe/PR-Video/dpa

Mannheim - Vor einer Gaststätte in Mannheim sind in der Nacht zu Samstag sechs Menschen durch Schüsse verletzt worden. Sie wurden in umliegende Kliniken gebracht, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag mitteilten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehe bei keinem von ihnen Lebensgefahr.

Kurz vor Mitternacht habe sich vor der Gaststätte im Stadtteil Waldhof zunächst ein Streit zwischen mehreren Personen entzündet, in dessen Folge mehrere Schüsse abgegeben wurden. Dabei seien sechs Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 35 und 45 Jahren verletzt worden.

Womöglich weise die Tat einen Bezug zu einer Rockergruppe auf. Das sei aktuell Gegenstand weiterer Ermittlungen, an der die Staatsanwaltschaft Mannheim sowie eine am Samstag eigens gegründete Ermittlungsgruppe mit Namen „Jakob“ beteiligt sind. Dieser Gruppe gehören den Angaben zufolge 20 Beamte an. Der mögliche Bezug ins Rockermilieu ergebe sich daraus, dass während der Tat ein für diese Szene typisches Motorrad vor dem Lokal gestanden habe, hieß es.

Nach der Tat sei mindestens ein Unbekannter in einem dunklen Auto vom Tatort geflüchtet, wie es von den Behörden weiterhin hieß. Eine sofort eingeleitete Fahndung sei zunächst jedoch erfolglos geblieben. Die Hintergründe der Tat seien noch unbekannt.

Ob eine oder mehrere Personen die Schüsse abgegeben haben, war zunächst unklar, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Kräfte in Mannheim werden bei der Sicherung und Auswertung von Spuren von Experten des Kriminaltechnischen Instituts am Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) unterstützt, teilte die Polizei weiterhin mit.