Spreewaldstadt in Finanznot Spreewaldfest in Lübben abgesagt - Ersatz geplant
45 Jahre Spreewaldfest - und jetzt das Aus: Wegen klammer Kassen streicht Lübben das Traditionsfest. Aber es soll trotzdem am Hafen gefeiert werden.

Lübben - Die Spreewald-Stadt Lübben hat nach der Schließung der Touristen-Information wegen finanzieller Probleme auch das traditionsreiche Spreewaldfest in diesem Jahr abgesagt. Die Veranstaltung hatte im vergangenen Jahr 45-jähriges Jubiläum gefeiert. Nun soll es stattdessen ein dreitägiges Hafenfest im September geben, für das noch ein Veranstalter gesucht wird.
Die Stadt teilte mit, dass es aufgrund der angespannten Haushaltslage in diesem Jahr kein Spreewaldfest geben werde. Zuvor berichteten mehrere Medien. Im Januar wurde bekannt, dass die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH in dem Erholungsort mit rund 14.000 Einwohnern einen Insolvenzantrag stellte. Der Spreewald ist in Brandenburg eine beliebte Reiseregion mit mehr als zwei Millionen Übernachtungen (Stand 2024).
Die Stadt- und Überlandwerke GmbH Lübben und die Wohnungsbaugesellschaft wollen jetzt ein Hafenfest als neues Veranstaltungsformat etablieren. Erwartet werden laut Mitteilung rund 30.000 Gäste.
Geplant sind unter anderem eine Hafenmeile mit Händlern und Vereinen, Konzerte und ein Kahnkorso. Der Veranstalter, der den Zuschlag für die Durchführung des Hafenfestes bekommt, soll auch das wirtschaftliche Risiko tragen, wie es hieß. 2025 gab es bei freiem Eintritt zum 45. Spreewaldfest neben dem traditionellen Kahn-Korso auch ein Feuerwerk und einen Vergnügungspark.