Eisschicht noch zu dünn Städte warnen vor Betreten zugefrorener Eisflächen
Gefrorene Wasserflächen machen mancherorts schon Lust auf Schlittschuhfahren. Doch angesichts der noch dünnen Eisdecken ist das Betreten gerade lebensgefährlich, warnen mehrere Städte.

Hannover/Osnabrück - Das Winterwetter mit Minusgraden lässt an einigen Orten in Niedersachsen erste Gewässer zufrieren – doch die Eisflächen sollten nicht betreten werden. Davor warnen eindringlich etwa die Städte Hannover und Osnabrück. Die Eisdecken der Gewässer seien noch zu dünn, heißt es von den Stadtverwaltungen. Auch der Maschsee in Hannover darf bislang nicht betreten werden. „Wer gegen das Verbot verstößt, begibt sich in Lebensgefahr“, teilt die Landeshauptstadt mit.
Ab wann Eisflächen betreten werden dürfen
Für den Maschsee in Hannover gilt: Erst bei einer durchgehenden Stärke der tragfähigen Eisschicht von mindestens 13 Zentimetern könne der See zum Betreten freigeben werden, teilt die Landeshauptstadt mit. Wenn es soweit ist, wird die Freigabe am Nord- und Südufer mit der rot-weißen Stadtflagge signalisiert. Allerdings geht die Stadt nicht davon aus, dass binnen der kommenden zwei Wochen eine ausreichende Eisdicke erreicht sein wird – zurzeit ist die Eisschicht auf dem Maschsee nur etwa fünf Zentimeter dick.
Warum dünnes Eis gefährlich ist
Wer durch dünnes Eis ins sehr kalte Wasser einbricht, kühle extrem schnell aus, heißt es von der Feuerwehr Hannover. Betroffene würden in wenigen Minuten bewegungsunfähig und drohten zu ertrinken.
Auch wenn am Ufer schon dickeres Eis zu erkennen sei, könne das zu einer gefährlichen Fehleinschätzung über die Tragfähigkeit einer gesamten Gewässerfläche führen, warnt die Stadt Osnabrück. Die Städte rufen daher dazu auf, insbesondere Kinder, Jugendliche und ausländische Bürger auf die Gefahren hinzuweisen. „Erwachsene sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Eisflächen nicht betreten“, teilt die Osnabrücker Stadtverwaltung weiter mit.