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Anschlag auf Weihnachtsmarkt Todesfahrer postete Videos kurz vor der Tat

Sechs Menschen starben, mehr als 300 wurden teils schwerst verletzt. Der Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt setze wenige Stunden vor der Tat noch Botschaften ab.

Von dpa 27.01.2026, 12:57
Für den Prozess hat das Land Sachsen-Anhalt ein Interims-Gerichtsgebäude errichten lassen. (Archivbild)
Für den Prozess hat das Land Sachsen-Anhalt ein Interims-Gerichtsgebäude errichten lassen. (Archivbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magdeburg - Der Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt hat kurz vor der Tat mehrere Videos in den sozialen Medien gepostet. Im Prozess am Landgericht Magdeburg wurden die Posts gezeigt und aus dem Englischen übersetzt. Der Mann aus Saudi-Arabien macht darin deutschen Behörden wie Polizei und Staatsanwaltschaft Vorwürfe, sie ermittelten nicht nach seinen Hinweisen auf Straftaten, gingen stattdessen gegen ihn vor. Nach einer Anzeigeerstattung sei er stattdessen als wirr bezeichnet worden, heißt es in den Posts.Wiederholt berichtet der spätere Todesfahrer in seinen Posts, dass ein USB-Stick aus seinem Briefkasten gestohlen worden sei. Auch eine Flüchtlingshilfeorganisation aus Köln ist Gegenstand der Posts. Sich selbst sieht er als Unterstützer saudi-arabischer weiblicher Flüchtlinge. Auch zu Beginn des Prozesses hatte der Angeklagte solche Behauptungen immer wieder aufgestellt.

Angeklagter räumt Tat ein

Am 20. Dezember 2024 hatte der damals 50-jährige Taleb al-Abdulmohsen laut Generalstaatsanwaltschaft Naumburg den mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gelenkt. Der Mann aus Saudi-Arabien war mit bis zu 48 Kilometern pro Stunde unterwegs. Er arbeitete als Psychiater im Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter in Bernburg. Der Angeklagte hat die Tat im Wesentlichen zugegeben.