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Infektionskrankheit Tuberkulose bei Kind - Experte erwartet zügige Aufklärung

Ein Kita-Kind ist an Tuberkulose erkrankt, Tests sind angelaufen. Ein Tuberkulose-Spezialist ist zuversichtlich, dass das Gesundheitsamt zügig ermittelt, wo sich das Kind angesteckt hat.

Von dpa 04.02.2026, 11:39
Eine Lungentuberkulose – hier ein Röntgenbild – ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. (Symbolbild)
Eine Lungentuberkulose – hier ein Röntgenbild – ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. (Symbolbild) Gregor Fischer/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Berlin/Senftenberg - Nach dem Bekanntwerden eines Tuberkulose-Falls in einer Kindertagesstätte in Senftenberg sucht das Gesundheitsamt aus Sicht eines Lungen-Spezialisten gezielt nach der Quelle der Ansteckung. Es müsse nachverfolgt werden, bei wem sich das Kind angesteckt habe, sagte der Generalsekretär des Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose, der Berliner Chefarzt Torsten Bauer. „Das dauert keine zwei Wochen, dann ist klar, wo es herkommt.“ 

Das Gesundheitsamt hat am Vormittag damit begonnen, Kontaktpersonen des erkrankten vierjährigen Kita-Kindes zu testen. Auch im familiären Umfeld werden zehn Personen untersucht, wie eine Sprecherin des Landkreises Oberspreewald-Lausitz sagte. Die Eltern des Kindes seien bereits negativ getestet. Insgesamt sollen rund 130 Menschen getestet werden, darunter Personal und Kinder aus der Kita. 

Begegnungen in Bus und Bahn kein Ansteckungsrisiko 

Für eine Ansteckung ist ein längerer und enger Kontakt erforderlich. „Es braucht einen engeren Kontakt als für Windpocken und Influenza“, sagte Bauer, der Chefarzt für Pneumologie am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin ist. Als Richtwert gelten ihm zufolge vier bis acht Stunden Aufenthalt in einem geschlossenen Raum mit einer an Lungentuberkulose erkrankten Person. Begegnungen etwa im öffentlichen Nahverkehr reichten für eine Ansteckung nicht aus. 

Chefarzt: Keine bleibenden Schäden 

Sollte eine ansteckende Tuberkulose festgestellt werden, folgt dem Spezialisten zufolge eine Krankenhaus-Behandlung mit zeitweiliger Isolation, um weitere Übertragungen zu verhindern. Nach zwei bis drei Wochen könne die Tabletten-Therapie mit Antibiotika meist zu Hause fortgesetzt werden. Grund zu Panik besteht nicht: „Wird Tuberkulose früh erkannt und schnell behandelt, heilt sie in der Regel ohne bleibende Schäden aus.“