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Konjunktur Unternehmer erwartet weiter viele Insolvenzen

Der Chef der Unternehmerverbände Niedersachsen sieht keine Entspannung bei den Insolvenzen. Warum er besonders die Automobilindustrie im Blick hat und längeres Arbeiten für notwendig hält.

Von dpa 02.01.2026, 07:25
Unter anderem in der Autoindustrie rechnen die Unternehmer mit Jobverlusten. (Symbolbild)
Unter anderem in der Autoindustrie rechnen die Unternehmer mit Jobverlusten. (Symbolbild) Jan Woitas/dpa/dpa-tmn

Hannover - Die Zahl der Insolvenzen wird nach Ansicht der niedersächsischen Unternehmer erst einmal nicht zurückgehen. „Anzeichen für eine Wende sind nicht erkennbar“, sagte der Chef der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), Benedikt Hüppe, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Es gebe weiterhin erheblich Untersicherheiten, vor allem in der Automobilindustrie. Er rechnet mit einem weiteren Jobabbau in der Branche.

Nach einer Schätzung des Wirtschaftsinformationsdienstes Creditreform von Anfang Dezember entfallen in Niedersachsen voraussichtlich 70 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen (Vorjahr: 67). Wirtschaft und Politik müssten neue Zukunftsfelder identifizieren. „Wir haben in Niedersachsen beispielsweise eine tolle Forschungslandschaft für Quantencomputing“, sagte Hüppe. Diese Potenziale müssten genutzt werden. 

Hüppe sagte auch, dass in Zukunft länger gearbeitet werden müsse. „Es wäre zwingend gewesen, die Rente mit 63 zu beenden“, sagte er mit Blick auf die Debatte zur Rentenreform. Grundsätzlich sei klar: „Wenn wir länger leben, werden wir nicht umhinkommen, auch länger zu arbeiten.“ Der 37-Jährige rechnet damit, dass seine Generation bis 70 Jahre arbeiten wird.