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Umbruch bei Instagram: Das Ende der Foto-App, wie man sie kannte?

Große Veränderung bei der App Instagram sind geplant: Chef Adam Mosseri kündigt an, dass Instagram zukünftig keine Foto-Sharing-App mehr sein würde. Der Fokus gehe hin zu Videos. Das gefällt nicht jedem.

Großer Umbruch bei Instagram. Weniger Fotos, mehr Videos. Das Ende der App, so wie man sie kannte?
Großer Umbruch bei Instagram. Weniger Fotos, mehr Videos. Das Ende der App, so wie man sie kannte? Symbolfoto: picture alliance/dpa | Carsten Rehder

Menlo Park (nc) - Über eine Milliarde Menschen nutzen die App Instagram. Allein 21 Millionen in Deutschland. Posten Fotos, gelegentlich mal ein Video. Das könnte sich nun ändern. Der Chef des kalifornischen Internet-Giganten kündigt einen Umbruch an - und das wird wohl nicht jedem schmecken.

Auf Twitter verkündet Instagram-Boss Adam Mosseri Veränderungen im Bereich der Videos auf Instagram an. In einem  Video sagt er: "Wir sind keine Foto-Sharing-App [...] mehr".

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Doch: Was meint der Kalifornier damit?

Man müsse konkurrenzfähig bleiben, betont Mosseri in seinem Video. "Das bedeutet Veränderung". Konkret: Ein stärkerer Fokus auf Videos, insbesondere auf die "Reels", also kurze Videos von höchstens 15 Sekunden Länge.

"Vollbild, immersiv, unterhaltend, mobile-first"

Adam Mosseri, Instagram-Chef

Was heißt das für Nutzer? Vor allem weniger empfohlene Fotos. Reels dagegen sollen künftig öfter in den persönlichen Feed gespült werden, berichtet die Seite futurezone.at.

Videos und Reels sollen also künftig das Zentrum von Instagram bilden. Unter dem Motto: "Vollbild, immersiv, unterhaltend, mobile-first". Die ersten Tests werden in den kommenden Wochen ausgerollt.

Damit möchte man vor allem eines: Der Konkurrenz Druck machen. User sollen von Plattformen wie "TikTok" und "YouTube" nach Instagram wandern. Denn User generieren für das kalifornische Unternehmen Geld, wenn sie zu Beispiel der Werbung auf der Plattform ausgesetzt sind.

Wer denkt an die Fans?

Instagram-Fans gehen auf die Barrikaden. Laut futurezone.at gefallen vielen die Änderungen der App überhaupt nicht. Die Seele würde zerstört, meinen manche User - und zwar endgültig.

Creator von hochwertigen Fotos, meint so manch anderer, hätte nun keine Chance mehr, dass ihre Inhalte gesehen werden. Der Fokus verschiebt sich, eine Entwicklung, die wohl kaum aufzuhalten ist.