Landtag

Wahlkampfabschluss: Nordost-Grüne geben sich kämpferisch

Endspurt zur MV-Landtagswahl. Die Grünen wollen fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden den Wiedereinzug ins Parlament schaffen. Die Botschaft für die letzten Wahlkampfmeter: Mehr Klimaschutz.

Von dpa 22.09.2021, 12:11 • Aktualisiert: 23.09.2021, 23:59
Anne Shepley, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Anne Shepley, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Rostock - Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg- Vorpommern haben Bündnis 90/Die Grünen ihren Wahlkampf im Nordosten mit einem eindringlichen Appell für mehr Klimaschutz beendet. Für die verbleibende Zeit bis Sonntag gab die Partei am Mittwoch in Rostock das Motto aus: „Landtag ohne Grün ist wie Klima ohne Schutz.“

Die Grünen waren bislang nur einmal im Schweriner Landtag vertreten. 2011 gelang ihnen mit 8,7 Prozent der Einzug ins Parlament. Umfragen sehen die Partei diesmal zwischen 6 und 7 Prozent. Es gilt die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug. „Es wird eine knappe Kiste“, sagte Anne Shepley, die mit Harald Terpe das Spitzenkandidaten-Duo der Grünen für die Landtagswahl bildet.

Beide warnten vor den „katastrophalen Folgen“ des Klimawandels. Es gebe noch Chancen, sich diesem entgegenzustellen. „In 19 Jahren GroKo hat man sich daran gewöhnt, dass wir praktisch Stillstand haben“, sagte Shepley vor einigen Unterstützern und Zuhörern. Das Potenzial in Mecklenburg-Vorpommern werde von der großen Koalition aus SPD und CDU gedeckelt. Sie verwies auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Klimaschutzes, durch den bis zu 50.000 Jobs entstehen könnten.

Terpe formulierte ein landeseigenes Klimaschutzgesetz als Ziel. Nötig seien zudem feste Minderungsziele für Treibhausgase und ein Ausbau der erneubaren Energien. Die Stralsunder Grünen- Bundestagsabgeordnete Claudia Müller sprach von einer Richtungswahl. Die Landesregierung in Schwerin setze auf den Import fossiler Rohstoffe, blockiere den Ausbau der erneuerbaren Energien und gefährde so den wirtschaftlichen Aufbau. Die Nordost-Grünen zählen eigenen Angaben zufolge fast 1200 Mitglieder.