1. Startseite
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Wetter-Bilanz: Warmer Sommer in der Region mit nassem Juli

EIL

Wetter-Bilanz Warmer Sommer in der Region mit nassem Juli

Die heißen Tage scheinen schon wieder fern, doch tatsächlich war der Sommer in Berlin und Brandenburg dieses Jahr überdurchschnittlich warm.

Von dpa 29.08.2025, 15:03
Die Höchsttemperatur wurde dieses Jahr in Berlin am 2. Juli erreicht - mit 38 Grad in Marzahn. (Archivbild)
Die Höchsttemperatur wurde dieses Jahr in Berlin am 2. Juli erreicht - mit 38 Grad in Marzahn. (Archivbild) Sebastian Gollnow/dpa

Potsdam/ Berlin - Der Sommer in Berlin und Brandenburg war dieses Jahr erneut wärmer als während der internationalen Vergleichsperiode von 1961 bis 1990. In Berlin lag die Sommertemperatur durchschnittlich bei 19,2 Grad (Vergleichsperiode: 17,8 Grad), in Brandenburg bei 18,7 Grad (Vergleichsperiode: 17,3 Grad), wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Die Hauptstadt erreichte damit deutschlandweit den zweithöchsten Wert. Betrachtet wurden die Monate Juni, Juli und August.

Der Vergleich mit dem Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels. In die Durchschnittswerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen mit ein.

Fast 39 Grad in Potsdam

Die Höchsttemperatur wurde dieses Jahr in Berlin am 2. Juli erreicht - mit 38 Grad in Marzahn. Damit sei fast der Allzeitrekord vom 30. Juni 2019 erreicht worden. Damals wurden in Tempelhof 38,5 Grad gemessen. Auch in Brandenburg war der 2. Juli mit 38,8 Grad in Potsdam der heißeste Sommertag in diesem Jahr. 

Im Juni und August regnete es zu wenig, der Juli hingegen war laut DWD extrem nass. In Berlin fielen von Juni bis August insgesamt 222 Liter Regen pro Quadratmeter, in Brandenburg 210 Liter. In der Vergleichsperiode waren es in der Hauptstadt 182 Liter und in Brandenburg 177 Liter. Die Sonne schien in beiden Bundesländern an rund 720 Stunden.

Deutschlandweit betrug die Temperatur diesen Sommer im Durchschnitt 18,3 Grad. Das sind 2,0 Grad mehr als das Mittel der Referenzperiode. Der Juni war mit durchschnittlich 15,4 Grad der siebtwärmste seit 1881.