Berlin (dpa) - Rund eineinhalb Stunden nach Räumungsbeginn des besetzen Hauses "Liebig 34" in Berlin-Friedrichshain hat die Polizei bislang fünf Bewohner herausgebracht.

Sie wurden am Freitagmorgen durch ein aufgebrochenes Fenster im ersten Stock über eine Leiter ins Freie geführt. Ein Bewohner wollte das Haus nicht freiwillig verlassen und musste von zwei Polizisten herausgetragen werden. Eine Frau reckte kämpferisch die Faust in die Höhe.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Einsatzkräfte hatten mit Brecheisen und Kettensäge den verbarrikadierten Eingang geöffnet. Parallel dazu waren Beamte auf einem Gerüst und mit Trennschleifern über das Fenster im ersten Stock in das Innere vorgedrungen.

Vor dem Haus kam es zu teils heftigen Rangeleien zwischen Polizisten und schwarz vermummten Demonstranten. Es flogen Flaschen. Ein Hubschrauber kreiste über den Häusern.

"Liebig 34" gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in der Hauptstadt. Laut Polizei sollten am Freitag rund 1500 Beamte aus acht Bundesländern im Einsatz sein. Auch auf Hausdächern waren Beamte postiert.

Die Polizei leiste Amtshilfe bei der gerichtlich angeordneten Übergabe des Hauses, twitterte die Behörde. Der Gerichtsvollzieher wollte das leere Haus dem Eigentümer übergeben.

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