Konstanz (dpa) l Nach einer Depression wieder in den Beruf zurückzukehren, ist ein schwieriger Schritt. Viele Betroffene sind nervös und fragen sich, ob sie die Herausforderungen meistern können und wollen. Wichtig zu wissen: Man muss nicht von null auf hundert einsteigen. Aber auch kleine Schritte können zu viel werden.

Wie sich das zeigt, könne von Person zu Person unterschiedlich sein, sagt die Psychologin Julia Kröll vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). Eine Veränderung in der Stimmung, vermehrtes Grübeln sowie Schlafstörungen können Zeichen einer wiederkehrenden Depression sein.

Auch Symptome wie Hitzewallungen, schwitzige Hände sowie über mehrere Tage andauernde Erschöpfung können Alarmsignale sein.

"Wichtig ist, dass sich jeder Betroffene selbst so gut kennt, dass ihm solche Warnzeichen rechtzeitig bewusst werden", sagt Kröll. Ein in der Therapie entwickelter Krisenplan kann helfen, sich in einem solchen Fall schnell Hilfe suchen zu können.